Viele Notstromaggregate werden ausfallen, weil der gute Dieseltreibstoff inzwischen vergammelt ist (Heizoel nehmen!)
Aber auf keinen Fall. Die Schwiegermutter von Pofalla unbehandelt lassen? Aber das Argument unterstellt, dass die Dieselvorraete an Krankenhaeusern quasi mit denen an Brennelement-Lagerstaetten "verrechnet" werden koennten. Kein Mensch wird die von "da" nach "dort" karren, schon gar nicht, wenn die gesamte Melde-Infrastruktur zusammengebrochen ist.
Hin-Und-Her karren? Und selbst wenn der Diesel aus der Polyklinik dann beschlagnahmt wuerde fuer das Atomkraftwerk, waere die Verwendbarkeit nicht garantiert. Nach DIN EN 590 betraegt die maximale Lagerfaehigkeit nur 90 Tage, ob das der Herr Chefarzt immer weiss?
Glaubt man den im Januar veroeffentlichten Testergebnissen des Bundesamtes fuer Sicherheit in der Informationstechnik, werden mindestens ein Drittel der mit Diesel nach DIN EN 590 betankten professionellen Notstromaggregate unserer Serverfarmen nicht anspringen, allein wegen unbrauchbarem Treibstoff! Nur 8% der insgesamt 74 gepruefeten "NEAs" (Netzersatzanlagen) waren ohne Einschraenkungen der Gebrauchsfaehigkeit betankt gewesen. Und was kommt dann noch an Steuerungsproblemen etc. dazu, bei den Ausfaellen, Dieselklau und so weiter, im Ernstfall?
Quelle: https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Sicherheitsberatung/Lagerfaehigkeit...
Neue Erkenntnisse zur Lagerfähigkeit von Brennstoffen für Netzersatzanlagen, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Bonn, Erscheinungsdatum 27.01.2015
Der Teufel steckt im Detail. Solche kleinen Fehler wuerden - trotz teurer Vorbereitung - Leben kosten. Auch ein Treibstofflager muss gewartet werden. Der Bund empfiehlt uebrigens das billige Heizoel zu nehmen, statt teuer Diesel von der Tanke. Auch zu den dann steuerlichen Problemen wird unter o. g. Publikation Stellung genommen. Der Zoll sagt, bei festen Anlagen waere das OK, aber diese Information waere "aus rechtlichen Gruenden nicht verbindlich". Na gut ... :-\
In meinem Fall ist es Benzin, was mein Notstrom-Aggregat (moeglichst nicht!) betreiben soll. Letztes Jahr bin ich mit dem Auto bei einer Dienstreise in der Provinz bergauf in Serpentinen liegen geblieben (heikel!), dann vorsichtig ein Stueck rueckwaerts gerollt, besseren Liegeplatz gesucht, wegen Unfallgefahr ... Versicherung angerufen. In die naechste Werkstatt abgeschleppt, bedeutetet das einen Tag Urlaub fuer mich, Diagnose: "der Kat war verstopft und musste durchgestossen werden". Also noch zu dem ganzen Aerger den neuen Katalysator und Macherlohn bezahlen.
Ich hatte aus meiner 2008er Benzin-Reserve vor Abfahrt einen Kanister zugemixt. Ich halte rueckblickend das fuer die Ursache. Rasenmaeher laeuft aber problemlos (hat ja keinen Kat
" /> und der wird wohl in etwa 2020 endlich alles Lagerbenzin aus 2008 verbraucht haben.
Der ebenso einfache Motor meines Notstrom-Aggregates wuerde m. E. nicht unter dem ueberlagerten Zeug leiden, soll ja nur ggf. und nur ein paar Dutzend Stunden laufen, bei Dunkelheit Batterianlage nachladen, fuer Allesbrenner-Heizungsumwaelzung die fehlende elt. Energie im Winter liefern. Damit nicht alle in der Kueche hocken muessen, dann, wenn ...
Sollten die Zeiten wieder kritisch werden, kaufe ich Benzin nach, mehr will ich nicht tun. Ich halte sowieso die Mitmenschen fuer die Hauptgefahr (aber auch wichtigste Hilfe), und da ist ein laermender Motor das, was Haensel und Gretel das Licht war, im finsteren Walde ... Und die Erfahrung lehrt, dass "Hamsterer" wenig Verstaendnis bekommen in Hungerzeiten (auch nicht beim Staate!) wenn die heute noch so positv Denkenden bei mir zum Knuspern erscheinen in tiefer Nacht, dann schlecht gelaunt, heisst es verhandeln. Ich hoffe wie alle, dass es nicht so weit kommt. Ein Fahrradschloss ist ja mehr oder weniger leicht zu knacken, nicht 100%ig sicher, aber deshalb das Fahrradschloss ganz weglassen ... ?!
Gruss
Hannes