Wirklich? "Staat ist nicht unwissend, wird benötigte Brennstoffreserven für Nachkühlung bereitsstellen"???

CrisisMaven ⌂, Donnerstag, 30.07.2015, 15:46 (vor 3827 Tagen) @ Leserzuschrift11574 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 30.07.2015, 15:50

Ihr Artikel davor ist ausgewogen und fachlich hervorragend.

Ich moechte nur noch drauf hinweisen, dass man auch als Prepper nicht glauben sollte, "zu rechter Zeit zuhause" zu sein.

Wahrscheinlich wohnt man in Koeln und steckt zu dem Zeitpunkt in Muenchen beim Kundenbesuch oder bei einer Alpenwanderung im Urlaub fest.

Daher sollte man noch etwas mehr wissen (tun kann man weniger), als wo zuhause die Kerzen und Streichhoelzer stehen, vgl. "Trinkwasserdekontamination 'on the spot'".

Hier dagegen widerspreche ich entschieden:

Zu der Atomkraftwerksproblematik mit der Nachkühlung: Der Staat ist nicht unwissend

"Der Staat" als solcher ist brunsdumm, der weiss gar nichts. Einige Beamte wissen was, aber haben ebensowenig Macht, sich durchzusetzen, wie es Prepper in der Allgemeinbevoelkerung haben.

In der Schweiz mag das anders sein, aber Deutschland und Frankreich haben nicht nur keine Vorkehrungen getroffen, die im Ernstfall helfen wuerden, sondern man kann das gar nicht. Hier sind nicht ausschlaggebend die in Deutschland immer weniger werdenden Kernkraftwerke, sondern deren Hinterlassenschaften, die in verdichteter Lagerung herumstehen und fuer die es m.W. keine hinreichenden Notfallplaene gibt.

Oder wieso haette ich dann 2011 Eulen nach Athen tragen muessen? Der Technikfolgenausschuss hat das Problem noch nicht einmal verstanden!

und wird in jedem Fall die benötigten Brennstoffreserven für die Nachkühlung bereitstellen.

Nein, das muesste man mal -fuer Deutschland und Frankreich oder ehem. Ostblockstaaten- beweisen. Schweiz nehme ich aus, die sind i.d.R. vorausschauend und dennoch bindet man es nicht jedem auf die Nase (vgl. Guisan).

Eher lässt man noch Krankenhäuser stromlos dastehen,

Aber auf keinen Fall. Die Schwiegermutter von Pofalla unbehandelt lassen? Aber das Argument unterstellt, dass die Dieselvorraete an Krankenhaeusern quasi mit denen an Brennelement-Lagerstaetten "verrechnet" werden koennten. Kein Mensch wird die von "da" nach "dort" karren, schon gar nicht, wenn die gesamte Melde-Infrastruktur zusammengebrochen ist.

man will ja späterhin noch bewohnbare Landstriche haben.

Dann haette man gar nie Kernkraftwerke gebaut!

Diesbezüglich würde ich mir eher weniger Sorgen machen,

Ja, es hat tatsaechlich keinen Sinn, sich Sorgen zu machen.

die Problematiken sind bekannt

Nein!

und entsprechende Notfallpläne stehen bereit.

Ganz entschieden NEIN! Ausserdem ist bei grossflaechigem Stromausfall weder eine Alarmierung moeglich, noch auf den Strassen ein Durchkommen mit dem wenigen Geraet, das noch fahrbereit ist. (Viele LKW und PKW sind durch die elektrische Induktion ja ebenfalls geschaedigt, wenn es ein Sonnensturm oder EMP-Ereignis waere!!!)

Aber die Bevoelkerung hat Wichtigeres zu tun, etwa, sich Sorgen zu machen, ob Frau Merkel und Frau Obama oder die Queen auch passend Ton in Ton gekleidet sind. Oder, ob Michelle Obama eine "Transe" ist. Wen die Bachelorette auswaehlen wird. Ob die Beziehung danach auch haelt. Aber immerhin: sie waren lustig, diese Menschen. "Und g'strahlt ha'm sie" ...

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English


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