Ganz so schwarz muß man das sicher nicht sehen
in Berlin mit 4 Millionen zu "Versorgenden"? Keine Chance, das geht nicht ohne Tote ab.
Was ist die Reihenfolge der menschlichen Bedürfnisse (ohne Anspruch an Wissenschaftlichkeit):
1. Luft zum Atmen (max. 5 Minuten)
2. Wasser zum Trinken (max. drei Tage)
3. Wärme (hängt von der Temperatur ab, bei -50°C in einem Haus in Sibirien ohne Heizung und ohne Holz wäre vermutlich schon nach weniger als drei Tagen Schluss. Obwohl... Es gab vor ein paar Jahren eine ZDF-Doku wo zufällig junge Russen per Fahrrad(!) auf der gleichen Überlandstraße wie das Kamerateam, im Winter bei ca. -40°C, eine Fahrradtour gemacht und im Zelt(!) übernachtet haben. Ich weiß nicht mehr wieviele Nächte am Stück die das ausgehalten haben.
4. Was zu essen (max. drei Wochen, je nach Außentemperatur und Kalorienverbrauch)
In allen (größeren?) Städten in Deutschland gibt es Notbrunnen. Im Extremfall können überall Komposttoiletten errichtet werden.
Ansonsten kommen vermutlich Tankwagen zum Einsatz.
Essen:
Einige Tage dürften alle Menschen ohne Besuch im Supermarkt auskommen (u.a. Dank Nachbarschaftshilfe). Beim Tag X dürften vor jedem Supermarkt Polizisten (BP, Zoll, BePo etc.), Soldaten und Reservisten aufmarschieren bzw. werden dann die seit 2004 geltenden Notstandsgesetze ausgepackt (Beschlagnahme von Fabriken, Autos, Lkw etc.). In Deutschland dürfte es einige Getreidespeicher geben, die allerdings auch das (Hybrid-? Terminator-?)Saatgut für das nächste Jahr enthalten könnten. Dazu gibt es EU-Speicher für alle möglichen Lebensmittelüberschüsse (Fleisch, Milch, Butter etc.).
Die werden erst mal alle geleert.
Vermutlich werden viele Rinder bzw. Milchkühe geschlachtet werden, weil der (Energie-)Wirkungsgrad Getreide->Mensch wesentlich höher als der Wirkungsgrad Getreide->Rinder/Schweine->Mensch sein dürfte.
Die nicht mehr benötigten Parkplatzflächen vor den tausenden von Supermärkten in Deutschland können in Hochbeetgärten umgewandelt werden (s. das Beispiel Kuba). Ich sage nur: Prinzessinnengarten in Berlin.
Allerdings musste ich dieses Jahr zum ersten Mal selber die Erfahrung machen, dass es nicht so einfach ist mit dem Gemüse-/Obstanbau, wie man sich das so vorstellt: Samen kaufen, Samen in Erde, regelmäßig gießen, nach zwei bis drei Monaten ernten, denn (Nackt-)Schnecken stehen unglaublich auf solche künstlich angepflanzten Pflanzen bzw. wohl auf Industrie-Saatgut. Von den Anfang Juni ausgesäten Rettichen, Bohnen, Radieschen, Feldsalat, Brokkoli, Möhren, Petersilie, Tomaten, Gurken, Mais sowie Kartoffeln, haben es nur die Bio-Kartoffeln (aus einem Bio-Laden) sehr gut, die normalen Kartoffeln (normale aus dem Supermarkt) einigermaßen, die Radieschen mäßig, der Brokkoli und die Bohnen sehr mäßig und alle anderen Pflanzen gar nicht geschafft.
Dies lag wohl zum einen, dass ich einen großen Teil der Pflanzen in einem ganz frischen Hochbeet mit einer relativ wohl unfruchtbaren Erde, die gleichzeitig mit einer dicken Grasmulchschicht bedeckt wurde, ausgesät habe und zum anderen an zu alten Samen: Mais und Möhren waren schon drei Jahr über das MHD hinaus. Allerdings hatte ich auch eine Reihe ganz frischer Möhrensamen aus dem Baumarkt, aber auch da hatte es keine einzige geschafft.
Ich habe zwar an ein paar Abenden ein Schneckenmassaker veranstaltet, aber die Mulchschicht war wohl ein ideales Versteck für die Biester.
Wahrscheinlich hätte ich jeden Abend Schnecken killen müssen, aber dazu wahr ich zu faul.
Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Schnecken einen guten humosen Boden nicht mögen. Allerdings haben die ausgepflanzten Bio-Kartoffeln gezeigt, dass auch ein nicht so guter Boden, aber gesunde Pflanzen den Schnecken Paroli bieten können (auch die Bio-Kartoffeln waren gemulcht, die normalen Kartoffeln nicht). Den normalen Kartoffeln wurden doch einige Blätter abgefressen, bei den Bio-Kartoffeln praktisch nicht.
Geht nicht ganz so einfach, nen Trecker mit Saugdiesel braucht man da schon. Heute hat fast alles Einspritzanlagen, da hängt es davon ab, was verbaut ist. Es gibt welche, die es können, dann musst du das PÖL aber vorwärmen auf 75°, damit es "geschmeidig" genug ist. Hab da mal was mit ner Glühkerze und Kühlwasserdurchlauf gesehen, das geht dann sogar nur mit einem Tank und nur PÖL. Am Anfang heizt die Glühkerze und bei Erreichen einer ausreichenden Kühlwassertemperatur übernimmt das dann.
Am Besten wäre vermutlich ein richtiger kleiner Wärmetauscher, der mit der Wärme aus dem (erwärmten) Kühlwasserkreislauf das Pöl vorheizt. Zur Not würde es wahrscheinlich in unseren Breiten (im Sommerhalbjahr?) auch reichen den Kraftstoffschlauch ein paar Mal um einen Kühlwasserschlauch zu wickeln. Zuführung erst bei entsprechender Motortemperatur und vor Abstellen des Motors muss auch ca. fünf Minuten lang wieder Diesel durchlaufen.
Das mit der Glühkerze benötigt natürlich eine gute Batterie. Eine Alternative wäre noch eine Art Thermoskanne in der warmes Kühlwasser vom Vorabend gespeichert wird, so dass der Motor schneller war und damit auch schneller Pöl zugeführt werden kann.
Man kann dadurch Pflanzenöl ZUSÄTZLICH zum
normalen Getreideertrag ernten - auf dem gleichen Feld (ca. 150 Liter pro
Hektar). Die Quantität des Getreidertrags bleibt gleich, aber die
Qualität wird sogar besser (ich glaube höherer Kleberanteil).
Geht da dann noch maschinelle Ernte?
Ja, aber die Trennung findet wohl nicht direkt im Mähdrescher statt, sondern später in einem Lager.
Hier gibt es jede Menge Infos und auch Bilder:
Bundesverband Pflanzenöle - Mischfruchtanbau
http://www.biene-bea.de/cweb/cgi-bin-noauth/cache/VAL_BLOB/936/936/275/Mischanbau_BVPfl...
Übrigens laut Aussage von Professor Schrimpff wurden sogar bis zu 270 Liter Pflanzenöl pro Hektar bei Versuchen (Jahr 2000 auf dem Krameterhof) von Leindotter mit Erbse erzielt.
Und die (subventionierte) Verschwendung des Bodens für den Maisanbau zum Betrieb von "ökologischen" Biogaskraftwerken.
Es mangelt an ökologischen Erkenntnissen in der Landwirtschaft insgesamt. Der Maisanbau ist immer noch tausend mal besser als Braunkohleabbau oder der Bau von neuen Wohn- oder Industriegebieten. Und trotz all dieser Bioenergie produziert die EU immer noch zuviel so dass sie mit Dumping auf den Weltmärkten ihre Produkte loswerden muss, dabei hat z.B. Afrika eigentlich selber genug zu essen (Nordafrika weiß z.B. nicht wohin mit seinem ganzen Gemüse), aber die verhungernden Kinder in Afrika werden trotzdem nicht weniger.