Lieber an Angenehmes denken!
Ich halte es schlichtweg für weniger wahrscheinlich.
Hallo, Bernadette!
Tolstoi - "Krieg und Frieden":
=>
"Der Feind [Napoleon] kam immer näher an Moskau heran;
die Auffassung der Moskauer über ihre Lage wurde aber keineswegs ernster,
sondern im Gegenteil nur noch leichtsinniger, so wie das immer bei Menschen der Fall ist,
die eine große Gefahr heranziehen sehen.
Bei der Annäherung einer Gefahr sprechen in der Seele des
Menschen immer zwei Stimmen gleich stark:
Die eine mahnt verständig, der Mensch solle das eigentliche
Wesen der Gefahr erwägen und Mittel zur Rettung ersinnen;
die andere sagt noch verständiger,
es sei schwer und quälend, an die Gefahr zu denken,
da es ja doch nicht in der Macht des Menschen stehe,
alles vorauszusehen und sich vor dem allgemeinen Lauf der Dinge zu retten,
und es sei deshalb besser, sich von dem Schweren abzuwenden,
solange es noch nicht da sei, und lieber an Angenehmes zu denken.
Ist der Mensch einsam, so hört er meist auf die erste Stimme,
in Gesellschaft hört er dagegen auf die zweite.
So war es auch jetzt mit den Einwohnern Moskaus.
Schon lange hatte man in Moskau
kein so lustiges Leben geführt, wie in diesem Jahr."
Beste Grüße!
BB