goldener Mittelweg

Blut-Svente, Mittwoch, 29.07.2015, 14:11 (vor 3828 Tagen) @ Zorro13007 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 29.07.2015, 14:26

An die anderen Foristen:

Habt ihr welche getroffen?

PS: (verschärfte Situation) Was würdet ihr ab der "73. Stunde" ohne
Strom dann persönlich unternehmen?

Gruß Zorro

Hallo @Zorro,

meine Antowort ist: ja.

Man kann sich in diese Situation z.T. extrem reinsteigern und sehr viel Geld investieren,
Resultat ist die Prepper-Szene mit teilweise aus meiner Sicht
extremen Auswüchsen.

Wer sich damit beschäftigt und z.B. die steuerzahlerfinanzierte Studie
zu einem flächendeckenden Stromausfall (pdf ist im Netz verfügbar) verinnerlicht,
kommt als normaldenkender Mensch zu dem Schluss, ein Verharren ohne
einige grundsätzliche Maßnahmen ist sträflich.
Das Bundesamt für Katastrophenschutz empfiehlt evt. konservativ
anmutend einen Stock von Lebensmitteln/Vorräten.
Details gibts auch dazu reichlich im Netz.
Dazu Kerzen, Brennstoffe, ein paar Medikamente, aber auch praktische
Dinge wie Werkzeuge, Messer, Beil, Batterien, Radio, Silbermünzen bzw. Tauschobjekte etc.

Einer ganz besonderen Bedeutung kommt dem Wasser zu. Nicht nur, dass
die Klospülung nach kurzer Zeit nicht mehr geht, Wasser ist das erste,
was ein THW in ein Erdbebengebiet schickt. Erst dann folgen
Generatoren, Zelte, Lebensmittel, Medikamente und Kommunikation. Konsequent wird das Wasser
dann vorort aufbereitet, ergo schickt man eine Wasseraufbereitungsanlage.
Ich habe einen Outdoor Wasserfilter, der aus dem Inhalt meines 700l im Regenwassertanks
gutes Trinkwasser machen kann.

Bzgl. Energie habe ich einen Generator incl. Treibstoff (notfalls geht
auch der aus dem PKW abgezapfte) und Solarzellen, die man so schalten
kann, um damit Batterien zu laden und einen Wecheslrichter betreiben kann,
der das Haus mit Grundlast etwa 3 Tage ohne Nachladen versorgen kann.
Generell gehen ohne Strom auch die allermeisten Heizungen nicht, Brenner, Umwälzpumpe etc.
brauchen Strom, wenn auch nur wenig, aber ohne ist die Hütte kalt und
Duschen maximal mit kaltem Wasser, wenn überhaupt.
Hier hilft ein Ofen (bei mir tuts ein finnischer Specksteinofen)
und ordentlich Holz vor der Hütte. Im 12 Stock eines Plattenbaus
ist die Situation da ungünstiger...

Weiteres Thema dürfte Schutz vor Plünderern/Eindringlingen sein, in diversen Foren
wird über Bewaffnung diskutiert, wobei man schnell die Grenzen der
Legalität überschreiten kann. Wenn Chaos herrscht, ist der rechtliche Aspekt wurscht,
aber in Zeiten des Normalzustandes kann das zum Problem werden.
Ich kenne mich zu diesem Thema bestens aus, werde aber keinerlei Empfehlungen geben.
In dem Zusammenhang sollte man auch überlegen, wem man was erzählt,
weil man plötzlich und überraschend sehr viele Freunde hat.

Es ist ein leichtes, sukzessive ein Vorrat aufzubauen (und zu rotieren)
und ein paar Massnahmen entspannt aufzusetzen,
wenns kracht, rennen alle los und es ist zu spät.
Die Ansätze sind vielfach durchdiskutiert worden, das Netz gibt sehr viel dazu her.
Handele auch hier "antizyklisch".

Gruß
Svente

PS: und gewöhne Dich daran, dass Du von vielen Leuten belächelt wirst [[zwinker]]

PPS: Ich habe mal auf einer t-online Seite zufällig einen Artikel gelesen,
ich dachte, ich lese nicht richtig. Der Titel war:
Wenn das Wlan einmal ausfällt, wie Sie die Zeit dazwischen sinnvoll nutzen können...
Die ganzen Smartphonestreichler werden wohl kaum Vorräte haben und wie Zombies durch die Gegend irren.


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