Inselbetrieb
Servus CM,
das ist Tagesgeschäft.
Ja, in der Grossindustrie. Die wird es da gar nicht mehr geben.
Missverständlich von mir ausgedrückt. Es ist mein Tagesgeschäft.
Inselbetriebsmöglichkeit mit Black-Out-Start ist bei vielen
Industriebetrieben mittlerweile Standard, wie z.B. so ziemlich alle Werke
der deutschen Autobauer mittels Gas- und/oder Dieselmotoren.
Ja, aber die werden gar nicht mehr in Betrieb sein. Wer will denn dann
noch Autos? Die Arbeiter erscheinen ja gar nicht mehr zur Arbeit. Die
kommen ja gar nicht mehr hin, weil ... die U-Bahnen usw. nicht mehr fahren
und die Tankstelle ihnen kein Benzin mehr verzapft. Aber selbst wenn: denen
geht der Ar... so auf Grundeis, dass die als erstes zuhause bleiben, um die
Familie zu schuetzen.
Es ging mir nicht darum, weiter Autos bauen zu können, sondern um die Möglichkeit der Stromerzeugung an sich. Inselbetriebssysteme dienen im Wesentlichen nicht der Aufrechterhaltung der Produktion (Mangels installierter Leistung nicht vorgesehen), sondern der Aufrechterhaltung der wichtigsten Systeme.
Viele Kläranlagen/Deponien sowieso mit Klärgas/Erdgas oder gemischt,
zunehmend auch Stadtwerke.
Ja, fuer ein paar Tage.
Immerhin.
Bei der Unzahl von Biogasanlagen lässt sich auch relativ schnell was
basteln.
Da bin ich schon skeptischer.
In welcher Hinsicht?
An und für sich kein Hexenwerk. Etwas komplizierter ist es bei
Mehrmotorenanlagen, vielleicht noch unterschiedliche Hersteller mit
unterschiedlichen Steuerungen, bei Lastmanagement und dem
Aufsynchronisieren weiterer Maschinen. Aber auch das im Extremfall mit
relativ wenig Aufwand machbar.
Ja, aber eigentlich meinte ich gar nicht die. Deren Arbeiter werden nicht
mehr arbeiten kommen und deren Produkte wird keiner mehr abnehmen. In
Griechenland kaufen sie im Moment bestimmt auch nicht grade mehr Autos. Und
dort geht der Strom noch.
Mir ging es rein um die vorhandenen Möglichkeiten einer Stromerzeugung nach längerem BlackOut, nicht um den Erhalt von Produktionsketten.
Es geht mehr um Seilerei, Toepferei, Schreinerei, Baeckerei "um die
Ecke".
Schon verstanden.
Mir ging es nur um ein einziges aus hunderttausenden (!) Beispielen, was
"ich" koennte, was der Arzt, Buchhalter, Malermeister, Gemuesehaendler,
Innenarchitekt, Gymnasiallehrer und Fahrschullehrer und Steuereintreiber
alles nicht kann, weil er nur eines kann. Und
das braucht dann keiner mehr, ein paar Aerzte ausgenommen. Die dann aber
mit den Huehnern, die sie im Tausch kriegen, nix anfangen koennen (anders
als nach dem Kriege!), weil sie nie ein Huhn rupfen gelernt haben und der
Elektroherd eh nicht mehr tut.
Wer kann, der kann.
Das ist kein
"Rumgesabbele",
sondern orientiert sich an den
Knoellchenschreibern,
von denen @BBouvier spricht.
Womit @BB völlig recht hat.
Aber der ist halt noch Militaer alter Schule. De Gaulle soll mal gesagt
haben, die jungen Frauen sollten einen Soldaten heiraten: der koenne
kochen, naehen, putzen, Betten machen ...
Echte Männer eben....aussterbend.
Wer heutzutage noch anderen die Frage stellen muss, "was sie denn getan
haetten" hat bereits verloren. Es gibt keine Readymade-Loesungen.
Zustimmung.
Abschließend von mir zum BlackOut - Szenario: Hauptschwachpunkt meines Erachtens wird eine unfähige Koordination sein, das in dem Umfeld technisch machbare auch praktisch umsetzen zu können.
Gruss
TurnAround
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