Prepperszene

Montgomery Burns, Donnerstag, 30.07.2015, 08:20 (vor 3829 Tagen) @ Olivia12094 Views

Nun, zum ersten sehe ich es einmal als amüsantes Detail am Rande, dass gerade jene, die den USA speziell und allgemein der angelsächsischen Gesellschaft ein gerüttelt Maß an Abscheu entgegenbringen, sich selbst begeistert als "Prepper" bezeichnen.

Eine Fluchtburg im Ausland hat meines Erachtens nach überhaupt keinen Sinn, da ich nun nicht wirklich annehme, dass die Amis/Russen/Chinesen mit 14tägiger Vorwarnzeit einen umfassenden Atomschlag ankündigen, sodass ich noch locker ausreisen und mein Fluchtdomizil erreichen könnte.

Bei Supervulkanausbrüchen und Kometeneinschlägen hingegen könnte ich durchaus auch das Pech haben, mit meinem Auslandshäuschen näher dran zu liegen als in Mitteleuropa.

Geht man hingegen von einem Finanzcrash aus - an den ich nicht so ganz glaube, bei allem, was in einem ungedeckten Fiat-Money-System an Tricks der Staaten und Zentralbanken möglich ist - dann werden im Falle einer folgenden Weltwirtschaftskrise die Aborigines einem saturierten zugereisten Österreicher wie mir nicht unbedingt nur bewundernd dabei zusehen, wie er sein Wiener Schnitzel verschlingt, während sie dort selbst nichts haben.

Prepper, die sich hierzulande den Keller voll mit Konserven und ähnlichem räumen, sind für mich eher irgendwo zwischen Messies und Konsumverirrten anzusiedeln, zumal sie ja eigentlich nur Aldi und Co dabei helfen, Lagerkapazitäten abzubauen und von der Problematik der Kontrolle des Ablaufdatums von Lebensmitteln zu befreien.

Ich würde meinen, es reicht, 14 Tage lang mit dem auszukommen, was man zuhause hat. Alles, was darüber hinausgeht, ist aus oa. Gründen schon wieder unvernünftig.

Gruß


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