Apropos: "Die tatsächliche Quote liegt bei ziemlich genau 100 Prozent" ...

CrisisMaven ⌂, Donnerstag, 26.03.2015, 15:58 (vor 3942 Tagen) @ Zarathustra6449 Views

Klar, beides. Drogensucht/Krankheit reicht doch aus als Diagnose. CM's Quote von zwei Dritteln sind da, wie er selbst zu bedenken gibt, noch weit untertrieben. Die tatsächliche Quote liegt bei ziemlich genau 100 Prozent.

Das ist wie mit dem Sexualtrieb. Die Quote liegt bei 100% - nur nicht alle Priester machen mit (auch im Buddhismus etc.).

Ich weiss sehr wohl, dass ich Suchtneigungen habe, ich gebe ihnen nur nicht nach. Und die die mir erzaehlen, sie haetten keine, denen wuensche ich, dass sie es nie ausprobieren muessen.

Spielsuechtige werden gerade dann spielsuechtig, und zwar letztlich unheilbar, wenn sie beim ersten Mal viel gewinnen. Verlieren sie beim ersten Spielbankbesuch "ihr letztes Hemd", kann es sein, dass sie "verschnupft" nie mehr hingehen. Man kann sich ja mit Alkohol oder Kokain darueber hinwegtroesten.

WENN sie aber bei diesem ersten Mal aus z.B. 300 Euro 8.000 gemacht haben, dann hat sie die eigene Endorphin-Schleife im Griff und ... dann nuetzt es interessanterweise nichts mehr, wenn sie auch noch zehntausendmal hintereinander verlieren. Solange sie Spielgeld haben, machen sie weiter, und immer noch mit hoeheren Einsaetzen, um die Verluste wieder "hereinzuverdienen".

So steckt man auch Gelder in Transrapid, Cargolifter, Kernfusion oder Atomkraft. Es gibt halt gesellschaftlich anerkannte Suechte, dazu zaehlt das Subventions-Spiel z.B. und das "soziale Trinken" und (noch) unanerkannte.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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