Wie überall sonst bald in D: Gute Privatschulen unerläßlich!

Olivia, Samstag, 21.03.2015, 20:00 (vor 3949 Tagen) @ zip8568 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 21.03.2015, 20:12

Wertes Forum,
bezeichnend ist der letzte Satz in Sarrazins Beitrag auf „der Achse“:
Bislang galten die Deutschen als Weltmeister im Maschinenbau. Bald
werden sie für ihre Meisterschaft bewundert werden, an dem Ast zu sägen,
auf dem sie sitzen.

.........................

Prinzipiell liegt es wohl daran, dass in Deutschland seit etwa 20 - 30 Jahren sehr viele Menschen in die Regierungsverantwortung kommen/gehen, die möglicherweise an anderer Stelle keine "solche Karriere" gemacht/geschafft hätten. Früher war ich darüber verzweifelt, heute denke ich, dass genau dieses das System war, um die "sogenannte" Deutschland AG "zu knacken". Zielsetzung: Mittelmäßigkeit und Mangelhaftigkeit in vielen Bereichen zu etablieren und das Ganze als "modern" und "zukunftsträchtig" zu verkaufen. Dafür braucht man eben das geeignete Personal. Und dazu braucht man Vokabeln wie "Bildungsgerechtigkeit" etc. etc. etc.

Leider "zerrt" man mit diesen Vokabeln viele Menschen in Schulen und Institutionen, die von sich aus nicht unbedingt die "Neigung" dazu gehabt hätten und die außerdem "gelernt" haben, dass es nicht "cool" ist, wenn man sich für irgend etwas anstrengt oder anstrengen muß oder WILL! Das Resultat: Die Leistungsfähigkeit der Schulen und Schüler wird auf das "kleinste gemeinsame Vielfache" reduziert. Bedauerlich!

Will man eine gute Ausbildung für seine Kinder haben, so wird man (wie im Ausland auch) in den sauren Apfel beißen müssen und die Kinder auf einer guten Privatschule unterbringen müssen. In etlichen unserer Nachbarländer arbeiten die Frauen nur deshalb mit, um das Schulgeld für die Kinder zu finanzieren. Leider kommt es dadurch erst wirklich zu einer mangelnden Bildungsgerechtigkeit.

Das sehr gute, kostenlose Schulsystem in Deutschland, das auch lerninteressierten Kindern aus armen Schichten eine Chance gab, wurde leider im Wesentlichen zerstört. Ein "Billig-Abitur für alle" ohne Rücksicht auf Kenntnisse und Leistungen, ist keine Antwort auf einen "Bildungsnotstand", denn der beginnt bereits bei den Kenntnissen der Lehrer.

Ich bin froh, dass meine Tochter noch an einem staatlichen, bayerischen, naturwissenschaftlichen Gymnasium ein "vernünftiges" Abitur machen konnte. Allerdings habe ihr gesagt, sie solle schon mal anfangen, für ihre Kinder zu sparen, weil auch diese Schulen bald "kaputt" sein werden.

Derzeit ist es noch wie in den USA, je nachdem in welcher "Wohngegend" die Schule ist, gibt es noch lernwillige Schüler (die Eltern achten darauf) und die Schulen bekommen "gute" Lehrer.

Aber mit Geld kann man diese "Sache" wirklich nicht beheben! Da muß schon ein Paradigmenwechsel her!

--
For entertainment purposes only.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.