Zufälle und Gelehrte... auch an @Mephistopheles

Loki, Mittwoch, 23.12.2015, 15:28 (vor 3699 Tagen) @ helmut-16155 Views

Hallo Helmut,

Deine Überlegungen zu dieser Thematik finde ich sehr gut, bzw. schön ausdifferenziert.

Und anscheinend ist es trotzdem ein Thema, das manche Menschen beschäftigt,
komischerweise beschäftigt es anscheinend Atheisten mehr als Gläubige.

Weil, was ich witzig finde:
Mir, als Gläubigem, kann es doch eigentlich egal sein, wie mein Schöpfer seine Schöpfung ins Dasein ruft?
Ich könnte doch als „aufgeklärter Gläubiger“ sagen:
Klar, mein Schöpfer hat das so raffiniert geregelt, dass sich das halt Alles „von allein“ entwickelt.

Aber nun schreibt da vor 150 Jahren dieser Charlie Darwin seine „Theorie über die Entstehung der Arten“ auf, dann versucht man jahrelang, diese Theorie durch Grabungen und Sortieren der Knochen zu verifizieren – was aber nicht gelang und dann sagt Darwin´s Schüler, A. Fleischmann, schon 1902:

"Die praktische Möglichkeit, etwas über die Urgeschichte des Tierreiches zu ergründen,
ist vollständig erschöpft, und die Hoffnung auf alle Zukunft zerstört.
Wir erhalten ein Resultat gerade umgekehrt von dem, was man erwarten sollte."

Das passte den „naturwissenschaftlichen“ Forschern nicht und als die Genetik die Evolutionstheorie komplett über den Haufen warf, bewiesen die Neo-Darwinisten die Evolutionstheorie, indem sie selbige aussterben ließen und der Neo-Darwinismus entstand.

@Helmut, Du schreibst:

Meine Version geht in die Richtung, dass gerade die Evolution die Existenz
eines höheren Wesens voraussetzt, weil die gesamte Evolution auf einer
derartigen Exaktheit sowie Perfektion beruht,
die nicht einfach als Zufall oder in sich selbst begründet werden kann.

Und damit ich Dir zeigen kann, wie recht Du hast, zitiere ich mal ein bißchen,
angefangen aus dem Buch „Entstehung der Arten“ von Charles Darwin:
> Es ist wahrlich eine großartige Ansicht, daß der Schöpfer den Keim alles Lebens,

das uns umgibt, nur wenigen oder nur einer einzigen Form eingehaucht hat,
und daß, während unser Planet den strengsten Gesetzen der Schwerkraft folgend
sich im Kreise schwingt, aus so einfachem Anfange sich eine endlose Reihe
der schönsten und wundervollsten Formen entwickelt hat und noch immer entwickelt.

@Helmut, Du beweist uns hier, dass der heutige „einfache“ Verstand scheinbar mindestens so groß ist,
wie der Verstand unserer „großartigen“ Vor-Denker.

Auch im 13. Kapitel ist immer wieder vom „Plan des Schöpfer´s“ die Rede, aber das war den „Aufklärern“ des 20. Jahrhunderts nicht recht, deswegen haben sie das mit dem Plan ignoriert und eine Theorie konstruiert, die niemals bewiesen – aber auch niemals widerlegt werden kann, und die Alles einem Zufall in die Schuhe schiebt. Nein, Entschuldigung, nicht einem, sondern Millionen von Zufällen hintereinander:
Schon wieder Entschuldigung, es sind Milliarden von Zufällen, @Mephistopheles schreibt:

Und wenn es auch nicht möglich ist, mit einem Schritt eine große Entfernung zurückzulegen,
so ist das aber doch möglich mit Milliarden Schritten.

Dazu zitiere ich Thompson d´Aity:

"Ein achtzigjähriges Studium der darwinischen Abstammungslehre
hat uns nicht gelehrt, wie sich aus Reptilien Vögel entwickeln,
Säugetiere aus älteren Vierfüßlern,
Vierfüßer aus Fischen oder Wirbeltiere aus Wirbellosen.
Die Wirbellosen weisen die gleichen Schwierigkeiten auf,
die Lücke zwischen den Würmern und den Hohltieren,
zwischen Hohltieren und den Protozoen ist so groß,
daß wir sie nicht überbrücken können.
Man sucht umsonst nach Schrittsteinen, die diese Kluft überbrücken
@Meph, liest Du mit?
ich glaube inzwischen, man wird sie nie finden,
weil sie einfach nicht existieren."

Ein Biologe, Joachim Illies, dazu:

"Niemand von den Biologen leugnet die Evolution als solche,
aber sie alle sind skeptisch bei der Antwort auf die Faktorenfrage
und zweifeln stark an dem darwinschen Optimismus,
mit Zufallstreffern der Mutation und Selektion sei auch das WARUM
des historischen Entwicklungsprozesses zu erklären.
Es liegt mehr Einsicht im Bericht vom Schöpfergott,
der Tier und Mensch nach seinem Willen aus Lehm formte,
als in der Vorstellung vom Zufall, der uns aus dem Staube wachsen lies"

(Zitate von hier, da sind noch mehr.)

@Mephisto, eine Frage zu Deinem nächsten Satz:

Die restlichen 999.999 Baupläne,
die eben nicht zu einem fortpflanzungsfähigen Lebewesen führen,
nimmst du gar nicht wahr.

Warum eigentlich nicht?
Wo sind die fossilen Überreste der evolutionären Griffe ins Klo?

Sir Fred Hoyle erklärte 1982, dass die Strukturen des Lebens so komplex seien, dass sie nicht wie die Evolutionisten behaupten, durch Zufall entstanden sein können. Hinter den Strukturen stecke ein intelligenter Plan.

Und noch ein Zitat, falls jemand behaupten möchte, der Neo-Darwinismus könnte die Probleme besser erklären:
Kahle Henning
"Trotz ihrer verbreiteten Anerkennung wird der Evolutionstheorie in jüngerer Zeit zunehmend widersprochen[...ist Jahrzehnte her...]. Besonders der Neodarwinismus wird von einer wachsenden Zahl von Autoritäten kritisiert, oder ganz abgelehnt. Der Neodarwinismus ist eher eine naturphilosophische als eine wissenschaftliche Theorie, von einer Tatsache kann keine Rede sein."

Mehr sag´ ich ned zu dem Thema, außer:
Wer wirklich noch an die Erklärungen der modernen Evolutionisten glaubt,
macht das nicht aus Wissenschaftlichkeit,
weil er davon dann nämlich keine Ahnung hat.

Und nur noch kurz, @Helmut, Du schreibst:

Bis wir mal in der Lage sind, nicht nur in der 4. Dimension zu denken
(was uns ohnehin verdammt schwer fällt), sondern auch in der 5.,6. usw.,
da vergehen noch so einige Millionen Jahre.

Überleg´ mal:
Jede Nacht träumst Du und dieser Traum findet definitiv nicht in der 4. Dimension statt,
die anderen Dimensionen sind also gar nicht so weit weg, wie Du meinst.

Aber Du hast recht, - man kann sich an derartigen Diskussionen amüsieren
oder zerfleischen, - wie man eben will, - aber letztlich führt es zu nichts.

Naja, wenn man mal einen Überblick darüber hat,
was unsere wirklichen Gelehrten wirklich gesagt haben,
kann einem das schon helfen, sich ein solides Weltbild
nicht von zwanghaften Atheisten ausreden zu lassen...

Grüße,

Loki


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