Nichts im Griff

trosinette, Dienstag, 22.12.2015, 17:27 (vor 3698 Tagen) @ Ashitaka6316 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.12.2015, 17:31

Guten Tag,

Der Versuch, deine mir gegenüber ablehnende Haltung in eine dich doof
darstellen wollende Verpackung zu zwängen, ist leicht durchschaubar. Noch
dazu wenn man den Satz so aufbaut, dass es danach ausschaut, als hätte
Ashitaka dir diese Verpackung übergestülpt.

Dass das leicht durchschaubar ist, ist mir vollkommen klar. Das mit der ablehnenden Haltung ist aber übertrieben und das du mir was überstülpen willst, übersteigt das, was ich in den Satz hineinzulegen gedacht habe. Vermutlich habe ich mein Bewusstsein nicht im Griff.

Deinen Darlegungen erscheinen mir manchmal recht bemerkenswert. Oftmals sind sie mir ab schlicht zu akademisch und damit blutleer und erwecken bei mir kein hinreichendes Interesse, wie z.B. die immer öfter gesungene Strophe der Bewusstseinsforschung. Das wissende Nichtwissen um mein Bewusstsein löst bei mir vorerst keinen nachhaltigen Ahaeffekt aus.

Es geht darum, sich auf die Quelle des Möglichen, d.h auf sich selbst, zu beziehen.

Das ist ok, ich bin sowieso nicht der Typ, der sich in Diskussionen großartig veräußert. Wenn etwas meine tiefere Sinnsuche und die Annäherung an mich selbst wahrhaftig in Stücke zerreißt, dann ist es das Diskutieren.


Diese deine Zeilen gefallen mir ganz gut:

"Jeder Gedanke an seine Welt, jeder Versuch sich als eine von ihr unabhängige Beliebigkeit zu verstehen, um nach einer Milderung dieser selbst erschaffenen Leidenschaft zu streben, jeder dieser Versuche legt einen weiteren Stein auf diese Mauer, hinter der sich diese Loslösung vom mentalen Leid versteckt, dass die Trennung immer nur durch uns selbst hindurch verlief, dass wir die Maurer sind. Wer den auf eigenem Mauerwerk erbauten Tempel einmal niedergerissen hat, der kann ihn wieder erbauen, um ihn jederzeit wieder niederzureißen. Der Preis: Die Leidenschaft und Angst vor dem Tod!"

Wobei ich mir die Annahme erlaube, dass du das ganze Affentheater, das sich Leben und Tod nennt, selber nicht ganz im Griff hast.


Mit freundlichen Grüßen
Schneider

P.S. Hopi scheint mir auch mehr von fremden Mächten als von sich selbst beherrscht zu sein.


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