Auf einem Bein stehend

Ashitaka, Dienstag, 22.12.2015, 10:53 (vor 3698 Tagen) @ trosinette6829 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.12.2015, 11:07

Hallo Schneider,

Ich gehe also recht in der Annahme, dass ich Annäherung an mich selbst
und tieferen Sinn herbeidiskutieren kann, wenn ich dieses Bild - ich nenne
es lieber „diese Möglichkeit“ - aus meinem Oberstüben streiche?

Es geht darum, sich auf die Quelle des Möglichen, d.h auf sich selbst, zu beziehen.

Ich möchte nicht unterstellen, dass es sich dabei möglicherweise um ein
Wahnvorstellung handelt, aber zumindest habe ich bei deinen Diskussionen
mit Zara, der dieses alles in stückereißende Bild längst verworfen hat
und demnach als Fachmann für zielstrebige Sinn- und
Selbstannäherungsdiskussionen zu gelten hat, leider noch nichts
mitbekommen.

Zara versucht auf einem Bein inmitten des Schachbretts zu stehen. Er hat das Bildnis doch nicht verworfen. Nein, er erweckt ein solches, kreidet es dann seinen Mentalkonstrukten des Gegenübers an, um es anschließend mit gottlosen Bildern zerschlagen zu können. Eine Bilderschlacht, ein Bilderaustausch. Wer es mag.

Es geht ihm meiner Meinung nach nicht um die Daseinsfrage und einen damit möglichen Bezug zum Ursächlichen. Dazu müsste er sich und seine Darstellungen nämlich selbst in Frage stellen, seinen Nickname opfern oder sich gar der Lächerlichkeit durch Fragestellungen Preis geben. Von Letzterem Vorhaben kann ich dir ein Liedchen singen. Es fängt damit an, dass ich selbst laut lache und dann als Zwischenstrophe z.B. einschiebe, dass es keine Messgrößen für Bewusstseinsinhalte gibt. Wer sich damit beschäftigt, den beeidnrucken seine bildhaften Umkreisungsversuche dieser Tatsache genauso wenig wie die zahlreichen albernen Gottesgestalten.

Damit bricht sein vor Erleuchtung und Unbedeutsamkeit der Schöpfungsfrage strahlen wollendes Kartenhaus sofort in sich zusammen. Ihm bleibt gar keine andere Wahl, als sich von der Ablehnung einer absurden Gottesvorstellung, zum Zwecke seiner niemals hinterfragenden und schon von Grund auf beschränkten Bildmalerei (keine Messgrößen) zu ernähren.

Die in der Bewusstseinsforschung immer öfter gesungene Strophe füge ich diesem Text am Ende noch mal bei.

Ich möchte aber keinesfalls ausschließen, ja ich halte es
sogar für äußerst wahrscheinliche, dass ich einfach nur zu doof bin und
ich deshalb, statt mit tiefen Sinn und Selbstannäherung, mit
Wahnvorstellungen vorliebnehmen muss.

Der Versuch, deine mir gegenüber ablehnende Haltung in eine dich doof darstellen wollende Verpackung zu zwängen, ist leicht durchschaubar. Noch dazu wenn man den Satz so aufbaut, dass es danach ausschaut, als hätte Ashitaka dir diese Verpackung übergestülpt. Sehr schick.

Herzlichst,

Ashitaka

Zarathustra: "Es gibt keine Willensfreiheit. Willensäusserungen sind determinierte Wirkungen aus ebenso determinierten Ursachen."

Ashitaka: "Die kausalen Komponenten des Geschehens (der Bewusstseinsinhalte) sind nicht identifizierbar, auch wenn die Korrelationen zwischen Gehirnaktivität und Bewusstseinsinhalten bereits herstellbar ist. Es gibt derzeit noch keine naturwissenschaftliche Präzisierung, nicht einmal eine Messgröße für die Bewusstseinsinhalte, so dass das top down / bottom up Verfahren letztendlich nur eine diese Tatsache verschleiernde und unbewiesene Annahme darstellt. Und so wird von vielen Wissenschaftlern, Studenten und Katzenkraulern weiterhin das Komponentenmodell der Materie auf das Bewusstsein übertragen und aus der erklärten Korrelation "ohne Beweise" eine Kausalität abgeleitet. Unweigerlich kommt man dann bei deiner "nicht nachweisbaren" Behauptung an, dass die Welt (das bezieht die Handlungen/Entscheidungen des Menschen mit ein) bzw. der Wille deterministisch sei."

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.


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