Friede sei mit Dir ;-)

nereus, Dienstag, 22.12.2015, 08:32 (vor 3699 Tagen) @ Zarathustra6707 Views

Hallo Zara!

Du schreibst: Jeder Mensch mit Verstand würde sich schämen, wissentlich eine Welt zu planen und zu konstruieren, in der jedes Wesen andere frisst, reisst, erwürgt, erschlägt, ersäuft, vergiftet, aussaugt etc..

Und wie würdest Du das sehen, wenn Dein irdisches Leben (und das aller anderen Lebewesen auch) nur einen Teil einer viel größeren Zeitspanne Deiner (bzw. ihrer) GEISTIGEN Existenz darstellen würde?
Wenn dann das Erwürgen und das Vergiften zwar immer noch qualvoll wären – weil durch den materiellen Körper unvermeidlich - es sich aber hier nur um wenige Sekunden oder Minuten/Stunden handelt, welche in eine viel größere Zeitspanne des Bewußtseins eingebettet sind und wenn unser aller Bewußtsein wiederum Teil eines noch Größeren wären?

Ich weiß, das klingt jetzt sehr problematisch und ich bin mir meiner aussichtslosen Position auch bewußt, weil ich meine Behauptung nicht beweisen kann.
Ich denke auch nur laut, weil ich Deine Frage für mehr als berechtigt ansehe, denn die habe ich mir auch schon viele hundert Mal gestellt.

Doch wenn ich sie mit der obigen Mutmaßung verknüpfe und versuche mir diesen Kreislauf vorzustellen, dann wird unter ökologischem und ökonomischen Aspekt „diese Sache“ sogar ziemlich rund, denn das Allesfressen sorgt für Ordnung in einem lebendigen Organismus.
Ob Du das als faule Ausrede ansiehst, um „meinen Gott“ zu retten oder dies zumindest als denkbare Alternative betrachtest, bleibt Dir überlassen.

Aber einem imaginierten Schöpfer attestieren sie Göttlichkeit für so ein perfides Konstrukt, das angeblich so geplant sei.

Das habe ich weniger am Fressen und Gefressenwerden festgemacht, sondern viel eher an der Sinnlosigkeit der herrschenden Dogmen und ihren Verkündern, die überhaupt nichts erklären.
Die schwafeln nur belangloses Zeug in die Welt und das Geschwätz entbehrt jeder Vernunft wird aber dann auch noch als wissenschaftliche Erkenntnis verkauft.
Redlich wäre man, wenn man zugäbe, man wüßte es nicht, doch dann müßte man seine Beschränktheit öffentlich bekunden und daraus würde sich automatisch ergeben auch über andere Möglichkeiten wenigstens einmal nachzudenken.

Verrückte Welt, die Welt der Gläubigen ..

Wenn Du es mal etwas unverkrampfter angehst, wirst Du zugeben, daß sie erheblich komfortabler daherkommt.
Das atheistische Ende von allem Lebendigen – der Tod - ist bei uns nur der Abschied von einer längeren Bildungsreise. Ich frage Dich jetzt nicht wessen Perspektive die Interessantere ist, denn die Frage erübrigt sich. [[freude]]
Man eröffnet sich eine neue Welt, aber man verliert eine andere und kann seine Gedanken nur noch mit wenigen Menschen teilen und wird immer öfter zum Schweigen verurteilt, wenn man nicht anecken möchte.
Aber selbst damit kann man sich arrangieren und alles haben kann man sowieso nicht, wie es die Frau des Fischers (bitte hier entlang: http://www.internet-maerchen.de/maerchen/fischer.htm) erfahren mußte. [[zwinker]]

mfG
nereus


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