Ja, indem er sich bewegt
Der Mensch hat seine zwei Beine, um damit sein Gleichgewicht zu finden.
Ein Mensch, der versucht auf 2 Beinen zu stehen, der fällt um. Genau so wie jedes Stativ, welches nur auf 2 Stützen steht.
Der Mensch findet sein Gleichgewicht dann, und nur dann, wenn er sich bewegt, und zwar durch die Pendelbewegung der Beine und Arme.
Der Eindruck, dass man auf 2 Beinen stabil stehen könnte ist eine Täuschung. In Wirklichkeit findet eine Vielzahl von unbewussten Muskelbewegungen statt, anspannen und entspannen vieler kleiner Muskeln, die den Eindruck eines ruhig stehenden Menschen erwecken.
Auffallen tut das dann, wenn dieser Ablauf gestört ist, entweder durch eine Verletzung des Rückenmarks, oder eine Krankheit oder Medikamente.
Ein Querschnittgelähmter kann niemals stehen, ohne sich an einem Punkt festzuklammern, wenn durch eine Krankheit die Impulse des Nervensystems gestört sind (etwa bei MS), dann kann der Betreffende, selbst dann, wenn die Grobmotorik noch nicht sichtbar behindert ist, nur dann stehen, wenn er sich irgendwo festhalten kann, wird die Motorik durch Neuroleptika gestört,dann können die Behandelten nicht mehr ruhig stehen, sondern trappeln ständig.
Welche metaphysischen Schlußfolgerungen du daraus ziehen willst, lasse ich mal offen.
Ich vermute aber, wer ein Gleichgewicht finden will, indem er unbeweglich steht, wird daran scheitern. Ganz im Gegensatz zu dem, der auf einem Bein steht, weil der muss sich bewegen.
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc