Empfehlung: Ernst Barthel "Vorstellung und Denken - Kritik des pragmatischen Verstandes"

nvf33, Dienstag, 22.12.2015, 12:21 (vor 3698 Tagen) @ Mephistopheles6713 Views

Eine Anmerkung sei noch erlaubt: Versuche auch mal festgefahrene Bahnen

zu

verlassen.


besteht darin, dass man Gefahr läuft, im Morast der Metaphysik zu
versinken.

Empfehlung siehe oben. Der Punkt ist, dass einer der dicksten Irrtümer unserer Zeit ist, die "Metaphysik" zum Morast verkommen zu lassen, und sie dann als Morast aus sich selbst heraus zu meiden. Der gute alte Kant hat aufs wunderhübscheste eine Fährte gelegt, die bis heute kaum wirklich erschlossen ist.
Wir legen durch unsere Art zu denken oder vorauszusetzen eine Struktur in die Welt. Und diese Struktur ist REIN METAPHYSISCH gewählt - d.h. zum Beispiel auch, dass ein physikalisches Modell eben nicht wie man sonst glaubt einfach falsifiziert werden könnte. Wir wählen unser Art zu "beweisen" tatsächlich frei, wir wählen, was wir glauben und was nicht - auch und insbesondere in den Naturwissenschaften. Wir wählen welches Experiment wir akzeptieren und welches nicht. Bestes Beispiel sind die fruchtlosen Diskussionen zwischen Relativitätstheorie-Freunden und -Kritikern.

Ich kann dazu wie gesagt Ernst Barthel empfehlen - zwar keine ganz leichte Kost, aber ein Fest für die Freunde des freien Geistes!


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.