Eher aus der Bahn aussteigen ist schon besser, als sitzenbleiben, aber altern tut man drum nicht unbedingt langsamer ...
Die Klassiker sind meiner Erfahrung nach, einfach mal 2 S-Bahnstationen / Stockwerke eher aussteigen und den Rest zu Fuss gehen. Oder morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen. Oder in der Mittagspause öfter mal zügig spazieren gehen. ... Einfach mal eine Treppe hochgehen zu können, ohne ausser Atem zu sein, ist für viele dann ein Erfolgserlebnis. Ich kenne einige, die sich so motiviert haben, nachdem sie im Alltag merkten, dass ihre Fitness selbst für unseren bequemen Alltag unterdurchschnittlich ist.
Ja, das sind alles gute und wahre Gedanken. Nur: wer das tut, wird dennoch nicht von der sog. Sarkopenie verschont bleiben.
Das bedeutet, er/sie wird weiterhin am "normalen Muskelschwund" und der damit einhergehenden (!) Osteoporose "leiden", gegen die "man ja nix machen koenne" angeblich.
Daher der Schwerpunkt des Trainingsprogramms auf "verschaerftem" Muskeltraining.
Ich bin immer hin- und hergerissen, wenn ich so darauf herumreite. Ich will ja niemandem ausreden, sich auch sonst "aerob" koerperlich zu betaetigen usw., sei es mehr zu Fuss gehen, Treppe statt Aufzug, Nordic Walking, Joggen und was der gesundheitsfoerderlichen Dinge mehr sind.
Nur: damit altert man nur gesuender, aber man altert genauso schnell!!!
Einzig konsequenter "Kraftsport" bewahrt vor dem "planmaessigen" Muskelschwund!
Ernährung ist ab einem bestimmten Punkt immer ein Thema, ich würde am Anfang aber tendenziell erstmal auf Gewichtsabbau, leichtes Ausdauer/Cardiotraining bei Erhalt der Muskelmasse setzen.
Die Muskelmasse schwindet, wenn man ihr keine "Mehrleistungen" abverlangt!
Das ist ein genetisches Programm, das ablaeuft wie ein Uhrwerk. Auch bei Herrn Heesters war es deutlich zu sehen - der war alt ... und gebrechlich, andere sind halt gebrechlich und weniger alt. Unterscheiden tun sie sich im Alter, leider aber nicht in der Gebrechlichkeit.
Auch Heesters haette ein unverhoffter Sturz den Garaus gemacht, er hat ihn nur durch glueckliche Fuegung nie erlitten!
Danach die Beweglichkeit schrittweise erhöhen. Dann machen die Übungen auch Spass. Ein paar Spiegelneuronen kann man sicher auch aktivieren, indem man z.B. Parcoursvideos schaut.
Das habe ich als zweischneidig erlebt:
a) Menschen, die dann sagen, "bloss nicht", "viel zu gefaehrlich", "nur was fuer junge Leute" usw.
b) Menschen, die danach erst recht demotiviert waren.
Wenn ich z.B. bei einem Schulausflug zehn Grundschuelerinnen und Grundschueler "wie die Sardinen" hintereinander lege und dann eine Flugrolle drueber mache, dann
c) kommen erst noch laufend ein paar mehr Kinder und wollen sich auch noch "hinten anbauen", bis es gefaehrlich wird,
d) freuen sich manche Muetter und ich kriege hassvolle Blicke der meisten Vaeter ab
und
e) ein Teil der Eltern sind sauer, dass ich "so was gefaehrliches" den Kindern vormache ...
Dieselben Eltern, die vermutlich ihren Kindern das Baeumeklettern ausreden.
Wenn man dann morgens 2 Stationen eher aus der S-Bahn steigt und zur Arbeit geht, hört man einfach die Musik aus dem Video, zumindest fühlt man sich dann tendenziell ziemlich badass.
Ergaenzend wuerde ich vorschlagen, dann aber die Musik der eigenen beschwingten Jugend zu verwenden, und damit die biologische Uhr zurueckzudrehen.
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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