Archäologie - oder aus einer Radkappe den 3er BMW rekonstruieren
Guten Tag,
ich fühle mich überführt ... ein aggressionsgetriebenes kriegerisches Wesen. Eigentlich habe ich es schon immer geahnt.
Da Gundula Lidke im Neolithikum ansetzt musst du dich nicht grämen, da ihr eure „heile Welt“ präneolithisch verortet. Ich gehe davon aus, dass „ihr“ die Sesshaftwerdung an sich bereits als Ergebnis zwischenmenschlicher Gewaltakte anseht.
Anthropologen sind wie Ökonomen. Für Geld, Ruhm und Ehre tun die meisten alles.
Diesen Gewerken grundsätzlich bestechlichkeit zu bscheinigen ist mir etwas zu simpel. Als Laie frage ich mich aber, welche Methoden die Archäologen und Anthropologen in die Lage versetzen aus einer Radkappe einen 3er BMW zu rekonstruieren oder anhand eines Loches in einem 10.000 Jahre alten Schädel und einer Scherbe, auf was weiß ich alles zu schließen.
Aber halt...hatte da nicht mal @RogRog (den ich wegen seinem großen Wissen > sehr schätze)ein Klasse Statement dazu abgegeben? Doch hier:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=312748
Mein Kommentar fand ich damals auch nicht schlecht. Ich habe von RogRog aber schon Besseres gelesen. Die postneolithische Gewalt liegt sowieso offen zutage. Von den Inka, Maya und Azteken abgesehen, scheinen mir die Indianer allerdings auch zu zeigen, dass ein stationäres vor-sich-hin-blubbern auch mit monogamer Paarungsfamilie unter patriarchalen Vorzeichen und spaghetti-monströsen Glaubensinhalten möglich ist.
So, jetzt muss ich aber wieder rauben und morden gehen.
Ich bin übrigens davon überzeugt, dass der Mensch gegenüber seinen Artgenossen im tiefsten Grunde friedliebend ist. So trifft der Reisende Florian Blümm, der seit vier Jahren um die Welt tingelt, nach eigenem Bekunden meist auf herzliche, hilfsbereite, zuvorkommende und gastfreundschaftliche Menschen. Diese Eigenarten sollen aber mit steigendem Wohlstands- und Bildungsniveau abnehmen, was möglicherweise erklärt, wieso man im Gelben- und deutschsprachigen Raum eher auf nörgelnde Zeitgenossen trifft.
Mit freundlichen Grüßen
Schneider