Ein Stamm ist keine Gemeinschaft

MausS, Mittwoch, 03.02.2016, 23:49 (vor 3656 Tagen) @ Mephistopheles8299 Views

sondern, wenn man diesen Begriff unbedingt in seiner sozialen Bedeutung und Verwendung einordnen und verstehen sowie verwenden will, eine Art Keimzelle der zivilisatorisch-gesellschaftlichen Organisation.

Unser Debitismus-Obererklärer verwechselt ob mangelnden eigenen Verständnisses der von ihm andauernd anderen vorgelärmten Theorie des debitistischen Denkmodells diesen Begriff mit den Begriffen Sippe bzw. Clan.

Bei diesen beiden handelt es sich, zumindest im hier diskutierten debitistischen Sinn, um Gemeinschaften.

Stämme dagegen sind stets bereits patriachalisch, also hierarchisch, organisiert und mithin bereits (mindestens) gesellschaftsähnliche soziale Organisationsformen.
In ihnen sind erste, für alle Mitglieder verbindliche Machtstrukturen verankert, welche sich auf, von diesen allgemein anerkannte, sanktionsbewehrte Regeln begründen.
Wie beispielsweise hier bei den Trobriandern.

Die bewusste Zuordnung der einzelnen Mitglieder untereinander(!) nach deren Abstammung spielt bereits eine herausragende Rolle dabei - ganz im Gegensatz zu Sippen und Clans, wo diese lediglich gegenüber anderen Sippen/Clans von Bedeutung ist.

Der Wikipedia-Eintrag hilft in diesem Fall echt weiter, insbesondere verweist er auf die in seiner soziologischen Verwendungsgeschichte ideologisch aufgeladene Bedeutung des Stammesbegriffes.

Man braucht sich also überhaupt nicht wundern, wie unsauber @Zarathustra (auch) diesbezüglich argumentiert.

Beste Grüße

MausS

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"Der Tod der Menschheit ist nicht nur ein denkbares Ereignis, wenn der Sozialismus triumphiert, sondern er stellt das Ziel des Sozialismus dar."
Igor Schafarewitsch, 1980


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