3.1.3 Die Frage der richtigen sportlichen Anleitung - Arten von Trainern

CrisisMaven ⌂, Sonntag, 17.05.2015, 23:16 (vor 3896 Tagen) @ CrisisMaven18391 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 19.05.2015, 19:53

Zunehmend ist es bei Leuten mit genuegendem Einkommen ueblich, sich einen "personal coach", einen persoenlichen Trainer zu leisten. Ich will das nicht schlecht reden, auch habe ich selbst von Trainern (in Vereinen) sehr profitiert. Diese waren aber alle "Meister ihres Fachs", d.h. in der jeweiligen Sportart sehr erfahren. So sind ja auch die allermeisten erfolgreichen Fussballtrainer im Profi-Fussball selbst frueher Profi-Fussballer gewesen.

Nicht jeder aber, der in einer bestimmten Sportart herausragendes geleistet hat, muss deshalb aber auch ein guter "Allwetter"-Trainer sein.

Es gibt Trainer, die haben erhebliche Luecken im Grundlagenwissen … und sind dennoch hervorragende Trainer, wenn man die Ergebnisse der von ihnen stammenden Athleten betrachtet.

Aber um einen Freizeit- oder Nichtsportler zum Leistungssportler zu machen, braucht es eigentlich erstmal wenig. Aber dieses wenige braucht es.

Wenn ich mir dann aber die Trainingsergebnisse derer anschaue, die sich einen persoenlichen Trainer leisten oder auf Kosten der Krankenkasse oder auf eigene Kosten z.B. im Fitness-Studio einen Kurs genehmigen, beschleichen mich dann doch arge Zweifel, ob hier nicht statt harter Trainingslehre einfach Binsenweisheiten weitergegeben (und vorgelebt) werden.

Jedenfalls kann ich bei Menschen mit jahrelangem Seniorensport i.d.R. keine wesentliche Verlangsamung des Alterns feststellen (natuerlich sind die Gesundheitswerte besser, aber wir reden hier von Instandhaltung des KFZ, nicht lediglich der woechentlichen Autowaesche und pfleglicher Behandlung!). Dasselbe mickrige Ergebnis sehe ich auch bei Absolventen oder Dauergaesten von sonstigen Freizeitsport-Angeboten. Irgendwie muss das wie "wasch' mir den Pelz, aber mach' mich nicht nass" sein.

Es gibt also spezialisierte Trainer und solche mit gediegenem Halbwissen und dann die wirklichen, wissenschaftlich gefestigten Allround-Trainer. Letzteres ist jemand, dem kann man einen Speerwerfer oder einen Einbeinigen oder einen halbseitig Gelaehmten oder ein uebergewichtiges Kind oder einen Marathonlaeufer vorstellen.

Aufgrund seiner wissenschaftlichen Durchdringung der Materie (des koerperlichen [und fallweise geistigen] Leistungerbringungsprozesses!) wird er mit jedem etwas anfangen koennen und … wenn er die spezifische Sportart nicht kennte, wuesste er exakt die richtigen Fragen zu stellen.

Solche Menschen sind aber eher selten. Sie sind auch im Vereinssport nicht noetig, denn dort reichen ja die sportartspezifischen Kenntnisse voellig zu, um auch Hochleistungssportler zu generieren. Erst beim Hoechstleistungs-Sport mit seinem Feld, das oft nur hundertstel Sekunden auseinander liegt, sind absolute Asse als Trainer gefragt. Dort sind aber meist auch die beteiligten Sportler selbst schon Koryphaeen.

Im Freizeitsport tummeln sich daher meist eben Freizeit-Trainer, und im Leistungssport solche, die genuegend Erfahrung haben, um das fachlich korrekt anleiten zu koennen. Aber diese alle sitzen i.d.R. dem Mem auf, der Alternsprozess sei eben etwas "Natuerliches". So verhalten sie sich dann sowohl sich selbst wie ihren Schuelerinnen und Schuelern gegenueber. Jeder geht eben mit dem guten Beispiel voran, das er selbst zu verkoerpern vermag.

Das hier vorgestellte Programm erreicht, richtig und konsequent und dauerhaft und auf Leistungssteigerung angelegt mit innerer Ueberzeugung angewendet, daher Dinge, die dem Freizeitsportler versagt bleiben muessen und die der durchschnittliche Leistungssportler, eigentlich gegen besseres eigenes Erfahrungswissen, mit fortschreitendem Alter meist ignoriert.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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