1 Einleitung: Training ist so wenig eine Wahlangelegenheit wie Essen!

CrisisMaven ⌂, Sonntag, 17.05.2015, 22:43 (vor 3897 Tagen) @ CrisisMaven21727 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 17.05.2015, 23:48

Kein Mensch kommt, von gelegentlichem Heilfasten vielleicht abgesehen, auf die Idee, dauerhaft freiwillig unzureichend zu essen.

Kaum jedoch erreicht eine Kultur oder Zivilisation ein Stadium, in der koerperliche Betaetigung nicht mehr durch die Umstaende erzwungen wird, lassen die meisten Menschen es darauf beruhen. Die Folge ist dann, dass die Wissenschaft davon ausgehend Kurven zeichnet, wonach es "natuerlich" sei, ueber gewisse Jahre kontinuierlich Muskel- und Hirnmasse (die beiden korrelieren!!!) zu verlieren. Auch sollen "die" Menschen angeblich mit dem Alter zumindest geringfuegig zunehmen, das seien jedenfalls die "langlebigsten". All das sind messtechnische Artefakte, oder umgangssprachlich ausgedrueckt: Kaese.

Dabei ist dieses "wissenschaftliche" Vorgehen nichts anderes, als wuerde man nun alle Menschen hungern lassen und dann die statistisch erhobenen Gewichtsabnahmen als zwangslaeufig hinstellen. Gerontologie ist wirklich nur die Dokumentation dessen, was passiert, wenn mensch sich nicht seiner Natur gemaess verhaelt! Es ist nicht die zwangslaeufige Realitaet!

Das waere etwa so, wie wenn der TUeV jedes Jahr alle Autos ueberpruefte, feststellte, dass diese mit zunehmendem Alter unzuverlaessiger wuerden und man dann, statt sie zu reparieren und zu warten, diese Autos alle ausrangieren oder ins "Pflegeheim" geben wuerde.

Naturgemaesses Verhalten ("wer rastet, der rostet") ist, Koerper und Geist so zu betaetigen, dass die entsprechenden Wachstums- und Erhaltungsanreize permanent erneut gegeben werden. Diese Reize beziehen sich auf die Neurologie (Hirn/Nervensystem), Muskeln, Knochen und "Stuetzapparat" (Baender, Sehnen, Gelenke etc.). Da auch koerperliche Arbeit meist einseitig ist, reicht es nicht, sich darauf zu verlassen (sonst gaebe es keine alternden Bau- oder Bergarbeiter!), sondern die koerperlichen Anforderungen muessen sich an der Reizschwelle orientieren, die mindestens noetig ist, um die muskulaeren und neuronalen Funktionen dauerhaft aufrechtzuerhalten.

Diese Reizschwelle liegt hoeher als die taegliche Durchschnittsbelastung, und zwar wesentlich hoeher! Und: dabei gilt es zusaetzlich noch vor allem die Muskelgruppen "wach" zu halten, die eben im Berufs- und Alltagsleben nicht ausreichend beansprucht werden.

Dem dient dieses Mindestprogramm. Dass die Ergebnisse sich "sehen lassen" koennen, ist willkommener Nebeneffekt und leiser Hinweis darauf, dass der menschliche Naturzustand sehr wohl nicht nur funktional, sondern auch in gewissem Sinne aesthetisch angelegt ist. Aber das lehrt ja aufmerksame Beobachtung der natuerlichen Tier- und Pflanzenwelt ebenso.

Erst die Zivilisation hat den Menschen verunstaltet.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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