3.6.1.1 Auswirkungen des Trainings auf Psyche und Geist
Ein hartes Training (und auch wenn diese Methode netto keine Zeit kosten muss, ist sie denoch, oder gerade darum, "hart", was ihre Anforderungen an die Willenskraft betrifft) fuehrt nicht nur zur mehrfach erwaehnten Ueberkompensation, d.h. zu messbaren physiologischen und anatomischen Ergebnissen.
Man wird auch andere Auswirkungen bemerken und sollte diesen nachgehen und nachgeben.
3.6.1.1.1 Schlafbeduerfnis
Dazu gehoert fallweise ein gesteigertes Schlafbeduerfnis. Gerade der Anfaenger wird, je nach Trainingsintensitaet (!) mindestens eine Stunde laenger schlafen (wollen) als vorher (fuer ihn/sie individuell) ueblich. Da die Muskeln im Schlaf wachsen und das Gehirn und Muskelgedaechtnis die Uebungen auch im Schlaf nachvollziehen und generalisieren, sollte man diesem Beduerfnis unbedingt nachgeben.
Ohnehin schlafen Menschen, die sich physisch "ausarbeiten" besser und gesuender und sind danach erholter.
Auf irgendwelche chemischen Einschlfhilfen ebenso wie auch Wachmacher (massvoller Kaffeegenuss ausgenommen) sollte man ohnehin, auch ohne Training, besser verzichten.
3.6.1.1.2 Ernaehrung
Normalerweise meldet der Koerper sein Beduerfnis nach bestimmten Nahrungsmitteln bedarfsgerecht an. Leider ist bei unserer heutigen Industrienahrung, "Eistee" und Limoaden sowie mit Geschmacksstoffen und haptischen Zusatz-Ingredienzen, dieses Gefuehl bei vielen verlorengegangen bzw. es wird durch geschickte Taeuschung durch Industrienahrung in die Irre geleitet.
Jedenfalls besteht ein Knochen aus Eiweiss und Kalzium. Beides ist z.B. in Milch und Milchprodukten (Kaese, Quark, Joghurt, Kefir etc.) enthalten und zwar in einer Zusammensetzung, die zwar bei Kuhmilch (fuer den Menschen) nicht ganz so ideal ist wie bei der menschlichen Muttermilch, aber ich habe im Kraftsport bisher meinen Eiweissbedarf ueberwiegend wohl zumeist mit Milcheiweiss bestritten, ohne gross drueber nachzudenken und meine, damit gut gefahren zu sein.
Vgl. Connie Weaver, Ph.D. Director, National Institutes of Health Botanical Center for Age-Related Diseases, Purdue University: "… she rarely takes a calcium supplement. 'I don’t have to,' says Connie Weaver. 'I drink plenty of milk.'" ("Sie ist 54 Jahre alt, nimmt aber selten Kalzium-Nahrungsergaenzungsmittel zu sich. 'Nicht noetig', sagt sie, 'ich trinke viel Milch'.")
Wichtig ist, siehe den Sonderabschnitt zur Osteoporose, zu beherzigen, dass ein Knochen, wie ueberhaupt jedes Gewebe, selbst im Ruhezustand, ohne koerperliche Anforderungen oder gar Leistungstraining, einen Mindeststoffwechsel hat.
D.h. unser Koerper benoetigt in jedem Fall staendig Eiweiss/Aminosaeuren, Kalzium, Eisen und Spurenelemente, um das auszugleichen, was er turnusgemaess abbaut, um es wieder aufzubauen. Auch wenn der Koerper ohnehin nur noch abbaut, weil er nicht mehr gefordert wird, baut er noch schneller ab, wenn er fuer das, was er freiwillig wieder "einbauen" moechte, nicht das noetige Stoffangebot bekommt!
Wer diese Mindestmengen schon nicht zufuehrt, auch wenn er aufgrund Fett- und Kohlehydratkonsums ein staendiges (Ueber-) Saettigungsgefuehl haben mag, muss sich auch nicht wundern, wenn "er" abbaut. "Er" ist halt nunmal "er" (oder "sie"); und fuer sich selbst verantwortlich hinsichtlich der Instandhaltung. Oft wird aber fuer das Auto mehr Instandhaltungs-Zeit und -Geld aufgewendet als fuer den eigenen Koerper.
Wichtig: Kalorien aus Fett sind gesuender als die aus Zucker!
Ich gehe hier nicht allzu tief auf Ernaehrungsfragen ein, daraus wuerde sonst leicht ein zweiter Beitrag; jedenfalls sollte jede(r), der/die sich langfristig koerperlich gesund erhalten will, ueber die wichtigsten Nahrungsbestandteile unterrichten (Eiweiss, Fette und Kohlehydrate) und mit Begriffen wie Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Phytofaktoren etwas anfangen koennen. Zu Ernaehrungsfragen gab es im Forum schon verschiedentliche Threads, z.B. zur Frage ketogener Ernaehrung u.a.m.
3.6.1.1.2.1 Laktoseintoleranz
Bei vielen/den meisten Erwachsenen verliert sich mit der Zeit die Faehigkeit, Milchzucker abzubauen (das Enzym Laktase, das man im Drogeriemarkt darum rezeptfrei als "Pillen" kaufen kann, wird nicht mehr hergestellt). (Vgl. Prof. Robert P. Heaney: "What is Lactose Intolerance?")
Trinkt man dann dennoch (viel) Milch, bekommt man (z.T. schmerzhafte) Blaehungen und/oder Durchfall.
Bei Schwarz-Afrikanern soll die Laktoseintoleranz sogar "angeboren" sein.
Beides halte ich aber wieder fuer Artefakte, denn: selbst in Afrika wird gestillt (wenn Nestlé nicht grade mal fuer seine Produkte zu sehr wirbt …). D.h. im Baby- und Kleinkindalter muessten die Afrikaner-Kinder ja haufenweise an Laktoseintoleranz regelrecht eingehen, tun sie aber erkennbar nicht.
Jedenfalls verliert sich beim Menschen im Erwachsenenalter deshalb die Laktose-Abbaufaehigkeit, weil der Erwachsene bis auf das Zeitalter der Viehwirtschaft und insbesondere der Sesshaftigkeit Millionen Jahre lang nicht gewohnt war, weiterhin Milch zu trinken (von gewissen sexuellen Spielarten abgesehen, jedenfalls).
Aber nach meiner Erfahrung und entsprechenden wissenschaftlichen Beobachtungen tritt diese erworbene Laktose-Intoleranz nicht ein, wenn man ohne Unterbrechung nach dem Abstillen weiterhin Milch trinkt. Aus eigener Erfahrung und Beobachtung aber springt die Laktase-Produktion sogar noch im vorgerueckten Lebensalter wieder an, wenn man den Milchkonsum wieder vorsichtig "einschleicht".
Ich schreibe das deshalb, weil Milchkonsum einfach die bequemste, jederzeit, auch auf Reisen/in Hotels, zugaenglich Art ist, die richtige Dosis und Zusammensetzung an Eiweissen, essentiellen Aminosaeuren und Kalzium zu sich zu nehmen.
Ansonsten sind die meisten Milch-Produkte, insbesondere Hartkaese, aber unkritisch und koennen auch von Menschen mit Laktoseintoleranz problemlos vertragen werden. Hartkaese hat im Uebrigen einen weit hoeheren Eiweissanteil als Fleisch, das einen wesentlich hoeheren Wasseranteil hat.
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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