Kurt macht doch nur Spass
Das ist ja auch passiert, wie Kurt mit
diesem und
diesem Bild zeigte.
Soviel zu Kurt. Er weiß anscheinend selbst nicht so genau, wie er es darstellen soll.
![[image]](http://i.imgur.com/Q4ni1sm.gif)
Und im Übrigen hat er den Ratschlag, sich das Gelände ganz genau anzusehen, auch nicht ernst genommen. Er spielt mit der Aufnahme aus einer Perspektive. Statt die wahren Höhenunterschiede des Geländes zu berücksichtigen, bastelt sich Kurt einfach selbst eine fiktive Umgebung. Würde er die tatsächlichen Höhenverhältnisse des davor aufwartenden Hang berücksichtigen, würde ich ihm natürlich auch weitere Fragen zum oberhalb der grabenden Helfer statt gefundenen Aufprall und den Einwirkung auf den davor überflogenen Hang (dort wo die Bäume abgetrennt wurden) stellen.
![[image]](http://i.imgur.com/7EAVAod.gif)
Auf
dieser
Aufnahme ist der Einschlagsort exakt zu erkennen: das dunkle
Erdreich in der Bildmitte, in dem die Einsatzkräfte graben.
Das Flugzeug kam von rechts, bereits über den Boden rutschend.
Am rechten Bildrand siehst Du vom Kerosin des linken Flügels verbrannte
Bäume. Das geht nur, wenn der Flügel vorher zerbrochen ist und das
Kerosin an dieser Stelle bereits als Aerosolwolke durch die Gegend flog.
Sonst hätte es sich nicht entzündet.
Der Einschlag müsste (schenkt man der Flugbahn glauben) oberhalb dieser Stelle stattfinden. Würden wir uns auf die kurtsche orange Linie verlassen, wäre der Airbus A320 durch den davor liegenden Hang geflogen. Oder aber er hätte steiler einschlagen müssen, was weitere interessante Fragen aufwirft.
Vom
gegenüberliegenden Hang aus erkennt man die verbrannte Baumgruppe
als schwarzen Fleck. Links davon gibt es einen grau-blauen Hangbereich mit
nackter Erde. Vermutlich hat sich dort der linke Flügel in seine
Bestandteile aufgelöst.
Der Rumpf berührte den Boden unter einem sehr flachen Winkel erstmals
links unterhalb der Baumgruppe.
Der Rumpf kann nicht bereits an diesen Hang in das Erdreich eingedrungen sein, da am Übergang unberührtes Gestein (lila eingerahmt) und abgetrennte Baumstämme mit erhaltener Rinde (rote Trennstriche) aufwarten. Wäre der Flugzeugrumpf bereits vorher aufgeschlagen, hätte es diese Überreste vollständig rausgerissen und wären deutliche Einwirkungen auf den Fels am Hang erkennbar.
![[image]](http://i.imgur.com/jrxalZ6.jpg)
In
diesem Foto liegt der Kamerastandort leicht oberhalb der
Einflugschneise.
Am linken Bildrand in mittlerer Höhe befindet sich der grau-blaue
Hangbereich, an dem aus meiner Sicht die linke Flügelspitze zerbrach.
Rechts davon steht ein einzelner Baum. Da, wo der Wipfel im Foto endet,
beginnt auf dem Hangboden dahinter die Rutschpartie des Flugzeuges.
Wo soll dort der Flügel bzw. sogar das Triebwerk eingeschlagen sein? Die Oberfläche im blauen Kreis ist unberührt, die Pflanzen sowohl im Kreis, als auch dahinter unberührt. Erst weiter hinten sind zwei Baumstämme abgetrennt (rote Trennlinie).
![[image]](http://i.imgur.com/FTwpk7e.jpg)
Eine
andere Sicht auf die gleiche Stelle: die Trajektorie des Airbus
verläuft vom linken Bildrand, etwa ein Drittel von unten, schräg zum
oberen Bildrand in der Mitte.
Und die Baumstämme und das Gestein am Übergang des Hangs (aus dieser Aufnahme schwer zu erkennen) bleiben stehen? Schau noch mal oben, wo ich das orange Raster eingezeichnet habe auf den Übergang des Hangs. Hat sich da bereits ein 75 Tonnen schwerer Airbus A320 mit 740 km/h durchgebohrt?
> Der Einschlag hätte also nur oberhalb der von Kurt
eingezeichneten orangen Linie
erfolgen können.Nein, denn der Airbus rutschte auf den letzten 30, 40 Metern vor dem
Einschlag bereits über den Boden. Das dürfte nicht nur die Wucht des
Aufpralls deutlich gedämpft, sondern auch dafür gesorgt haben, dass der
beim Aufprall am Bauch bereits zerschrammte Rumpf in größere Stücke
zerbrochen ist.
Wie bereits erklärt, hätte sich der Airbus durch den Hang bohren müssen. Hat er aber nicht, da dort noch Baumstämme und Gestein liegt, auf dem die Bergungshelfer anschließend Ausschau halten. Und es hat auch kein Erdreich ab- und mitgerissen, wie man an den weiter unten abgetrennten Baumstämmen erkennen kann.
Siehe hier noch mal:
> Der Müll liegt am gesamten Hang verteilt, sogar in Hangbereichen,
die nur erreicht werden konnten, weil der Airbus 320 irgendwo eine solch
harte Einwirkungen auf den Hang bewirkt hat, dass die 75 Tonnen Material
entsprechend reagiert haben.Nur nebenbei: wo nimmst Du eigentlich die 75 Tonnen her?
Airbus
gibt das max. Startgewicht mit 73,5 t an und das max. Landegewicht
mit 64,5 t.
Wenn ich das richtig verstanden habe, war der vordere Laderaum leer und
das Flugzeug auf einer so kurzen Strecke wohl kaum vollgetankt.
Nach meiner Schätzung wog das Flugzeug beim Aufprall um die 55 t. Zu den
37 t
Leergewicht kommen 150 Passagiere nebst Gepäck, sagen wir 15 t,
sowie ein paar tausend Liter Treibstoff.
Auch von http://www.flugzeuginfo.net/acdata_php/acdata_a320_dt.php
78 Tonnen Startgewicht, 2.700 L/h Kersosinverbrauch = ca. 75 Tonnen.
Hast du eine Quelle aus der hervor geht, dass der vordere Laderaum leer war?
> Der Hang aber zeigt bis auf die verteilte Müllerde keine
Einwirkungen.Stimmt nicht.
Ich spreche vom Hang, über den sich die Überreste des Airbus A320 geschoben und verteilt haben sollen.
Z.B.
hier:
Das ist ganz unten am Anstieg des Hangs. Der Hang war an dieser Stelle vor dem 24.03.2015 mit Sträuchern und ein paar Bäumen bewachsen (siehe Kartendienste). Man erkennt überall kleine Wurzeln, Äste und lockeres Erdreich an dieser Seite des Hangs. Von wo soll das Erdreich stammen, wenn es abgerutscht ist? Fand der Einschlag weiter oben statt, oder warum ist lockere Erde abgerutscht, statt sich bei einer solchen Sprengkraft aufzuschieben?! Etwas weiter oben erkennst du nur einen Baumstumpf und festeren Hang mit Gesteinsformationen. Zwischen den Absenkungen in der Struktur überall Müllreste.
völlig aufgewühlter Boden mit mehreren kleinen Kratern,
hier:
Bitte Kurts Vergleichs-GIF ansehen oder andere Kartendienste verwenden. Die Kerben bzw. sanften Absenkungen am Hang waren exakt so schon vor dem 24.03.2015 vorhanden. Das sind keine Krater, sondern Strukturen des Hangs, die unberührt sind.
stellenweise abgetragene Grasnarbe,
hier:
abgeschliffenes Gestein links unten.
Es gab keine den Hang an dieser Stelle abdeckende Grasnarbe, die stellenweise abgetragen wurde, sondern nur vereinzelte Grasbüschel, Sträucher und Bäume. Es ist die Region oberhalb der gestrichelten Markierung in Kurts GIF-Vergleich.
> Man muss sich mal vergegenwärtigen (bzw. darstellen) mit welchen
Kräften und über welche Fläche die 75 Tonnen des Airbus A320 auf diesen
kleinen Hangabschnitt eingewirkt hätten.Ja, in der Tat. Immerhin hat die "Rest"energie nach dem Aufprall gereicht,
um die
Trümmer
ziemlich weit
hangaufwärts
zu verteilen.
Was ist der Verteiler? Wo wurde die Energie umgesetzt, damit die Trümmer hunderte Meter abweichend von ihrer Flugbahn geschleudert wurden? Aufgrund der hier gelieferten Erklärungen sehe ich weder den Hang, an dem der Baum verbrannt ist, noch den tiefer liegenden Hangfuß (wo Steine rumliegen und die Helfer buddeln) als Verteiler des A320. Es sollte erst einmal die richtige Flugbahn erkannt werden, statt so zu tun, als wären der verbrannte Baum und Kurts Vorschlag der genauen Absturzstelle auf einer Höhe gelegen.
> Wenn aber die Energie durch den Aufprall umgesetzt wurde, dann
fordert dies auch eine gleichsame Reaktion am Hang. Wenn sich 75 Tonnen
Trümmerteile hunderte Meter weit durch die Luft verteilen sollen, dann
erfordert das einen Verteiler auf den die selbe Kraft ausgeübt wird. Es
macht nicht bereits "Peng - Puff - Hitze - A 320 Weg" vor dem Hang.Ein Flugzeug ist kein starrer Körper. Es verhält sich eher wie ein
Schneeball als wie ein Stück hartgefrorenen Eises.
Lass Dir beides mit gleicher Masse und Geschwindigkeit an den Kopf werfen,
und Du wirst den Unterschied merken." />
Nichts ändert sich an der Tatsache, dass erst die Einwirkung auf das Erd-/Gesteinsreich durch den Aufprall des 75 Tonnen schweren Airbus A320 mit 740 km/h und der hier von anderen erklärten Sprengkraft eine gleich hohe Reaktion auf den Airbus A320 (Verteilung über hunderte Meter) hervorgerufen haben kann. Der untere Hang ist von lockerer Erde und Müll überzogen, nichts hat sich dort aufgrund der Krafteinwirkung eingedrückt. Der Einschlag kann aufgrund der Höhe des davor aufwartenden Hangs nicht so weit unten erfolgt sein.
Dieser Einschlagwinkel ist deshalb ein Witz. Auch wenn es einleuchtend aussieht, ist die Animation bei genauer Berücksichtigung des Geländes unbrauchbar.
![[image]](http://i.imgur.com/lIK7Egq.jpg)
Die rund ein Gigajoule kinetische Energie wurde außerdem nicht
"schlagartig" umgewandelt, sondern über die ganzen 0,5 s verteilt, die der
Aufprall aufgrund des sehr flachen Winkels in etwa dauerte.
Ist der Airbus A320 durch den davor aufwartenden Hang geflogen? Wenn ja, wie hat es der Hang, haben es die darauf stehenden abgetrennten Baumstämme und der Fels geschafft, jegliche Einwirkung abzuwenden?
Und damit wären wir bei der Überschrift angelangt. Jetzt folgt die
Bastelanleitung.
Ja, ihr bastelt, das ist richtig.
Die mittlere Dichte des - im wesentlichen hohlen - A320 liegt nach meiner
Rechnung bei etwa 100 g/l (50 t / 500 m³), und die Außenhaut ist nur
wenige
Millimeter dick.
Der A320 war hohl? Warum nur auf die Außenverkleidung beschränken, wenn man weiß, dass der A320 mit vielen Tonnen gefüllt war. Böden, Passagiersitze, volle Kofferladefläche, Fahrgestelle, Triebwerke und 150 Menschen. Weil es dann so wirkt, als könne der Vogel einmal zwitschern und verpuffen? Schau dir an, was am 11.09.2001 mit einem Stahlträgergebäude passierte. Oder ist das für dich auch alles hohl gewesen. Oder glaubst du an die Verschwörungstheorien?
Wenn Du das im Maßstab 1:100 herunter rechnest, kannst Du das Flugzeug
grob vereinfacht als einen 4 cm dicken und 38 cm langen Zylinder aus
Hartschaum
(80 g/l) ausschneiden und mit
30
µm dicker selbstklebender Alu-Folie einlagig umwickeln.Dann ziehst Du Dir einen Lederhandschuh über (Arbeitsschutz!), fasst das
Modell am Hinterteil an und lässt es so schnell Du kannst flach im Winkel
von etwa 15° gegen eine rauhe Oberfläche (grobes Sandpapier o.ä.)
prallen.Danach darfst Du Dich darüber wundern, wie unberührt das Sandpapier
geblieben ist und wo überall die Brösel Deines Flugzeugmodelles gelandet
sind...
Suggeriere mit breitem Grinsen und deinem hohlen Airbus A320 was du willst. Der Einschlagwinkel von Kurt ist bei genauer Betrachtung der Umgebung nicht richtig und der Airbus A320 war auch nicht hohl. Kurt sollte seine billige Animation überarbeiten.
Herzlichst,
Ashitaka
--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.
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