Nein, das mit den am Boden verbrennenden Treibstoffresten ist ebenfalls ein Fehlschluss!

CrisisMaven ⌂, Montag, 06.04.2015, 20:25 (vor 3937 Tagen) @ Fidel14960 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.04.2015, 22:13

Weiter würde der Aufprallpunkt im Umkreis auch verbrannte Vegetation aufweisen, zumindest die Treibstoffreste dürften am Boden zu Ende verbrannt sein, incl. verkohlter Teile.

Die Bilder von den nicht [[freude]] ins World Trade Center eingeschlagenen Flugzeugen fuehren bei allen, die Physik und Chemie vor der sechsten Klasse abgewaehlt haben (war zu meiner Zeit noch nicht erlaubt) zu dem Eindruck, wenn ein Flugzeug irgendwo auftrifft, muss es einen langdauernden russenden Kerosin-Schwelbrand geben.

Nichts ist weiter von der physikalisch/chemischen Wirklichkeit entfernt!

Wenn (wie allgemein zu lesen) das Flugzeug mit rund 700 km/h auf festen Fels/Boden, was auch immer, aufprallte, passierte etwa dasselbe, was passiert, wenn "der Ami" oder "der Russe" einen "Gaensebluemchen-Pfluecker" zuendet.

"Die bei der Detonation entstehende Druckwelle drückt sämtliche Vegetation und Lebewesen beiseite und hinterlässt so gut wie keinen Krater. ... Auf flachem Boden hat die resultierende Druckwelle eine wirksame Reichweite von 100 bis 200 Metern (Druckstoß größer als 150 bis 350 hPa), natürliche oder künstliche Hindernisse können sie jedoch stark senken. Neben der Druckwelle hat die Bombe jedoch kaum eine Wirkung; auch gegen gepanzerte oder eingegrabene Ziele ist sie nur bedingt effektiv."

Aehnlich funktioniert der GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast,

Die o.g. Bomben sind nicht ganz vergleichbar, weil hier andere Explosivstoffe zum Einsatz kommen, als in der allerersten Version (Spiegel 2001), die noch dem Kerosin-Feuerball vergleichbarer waren:

"Die Bomben der ersten Generation enthielten lediglich ein Luftbenzin-Gemisch und eine Sprengladung, die dieses entzündete - ein Art riesiger Molotow-Cocktail."

Jedenfalls: bei einem derart rapiden Aufschlag wurde saemtlicher Treibstoff aus den hauchduennen Fluegeltanks feinst zerstaeubt, mit Luft vermischt und verbrannte vermutlich in einer einzigen gigantischen Verpuffung russ- und rauchfrei.

Daher keine Rauchfahnen. Und bis erste Augenzeugen zu Fuss oder per Hubschrauber "vor Ort" waren, d.h. in Sichtweite, sah man gar nichts mehr davon. Womoeglich aber war diese Verpuffung der Grund fuer den "Knall", den einige gehoert haben wollen/sollen (zusaetzlich zu einem oder anstatt eines Ueberschallknall[s]).

Siehe auch meine Kondolenzwuensche.

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