Verstehe den Gedanken

Ashitaka, Montag, 06.04.2015, 19:42 (vor 3933 Tagen) @ Hinterbänkler12303 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.04.2015, 19:50

Hallo Hinterbänkler,

ich will nur einen Gedanken zur Relativität bzw. Unvergleichbarkeit der
'Sprengwirkung' von 250kt kinetischer Energie oder Explosivstoffe
beitragen:

Man kann ein Flugzeug nicht mit einer Bombe oder Dynamitstangen
vergleichen. Die kinetische Energie einer Bombe sorgt dafür, dass sich die
Bombe vor ihrer Detonation quasi punktförmig in den Untergrund eingräbt
und dann explodiert. Ähnlich ist es bei Sprengungen mit Dynamit
(Bohrlöcher).

Im Fall eines Flugzeuges - eine extrem filigrane Konstruktion, vorwiegend
aus Leichtmetallen - wird aber 1. die ganze kinetische Energie doch relativ
flächig aufgetragen und 2. zeitlich über den Zeitraum vom des Berührens
der Flugzeugspitze mit dem Felsen bis zum Heck mit dem Felsen 'gestaffelt'
aufgebracht.

Ich verstehe was du erklären möchtest und verfolge diese Gedanken seit Tagen in einer Community, die sich mittlerweile einen Überblick über das gesamte Areal verschafft hat. Die Energie wird nicht aufgebraucht. Die kinetische Energie wird durch den Aufprall umgesetzt und auf das Gesteins- und Erdreich im Hang übertragen. Erst das hat die Reaktion des Hangs zur Folge.

Die Energie wird dann auch sozusagen über diesen kurzen Zeitraum laufend
und gleichzeitig vom Flugzeug selbst zu einem großen Teil absorbiert,
indem es - sehr energieaufwendig - in unzählige Kleinteile geschreddert
wird (Pulverisierung).

Auch an dich richtige ich deshalb (weil mir doch die Erklärung der Pulverisierung längst klar ist) die alles entscheidende Frage:

Was (bitte genau im Absturzgebiet zeigen) hat den Airbus 320 mit 75 Tonnen soweit geschreddert bzw. pulverisiert, dass nur noch exemplarischer Müll vorhanden ist?! Wo ist der Airbus 320 aufgeschlagen, dass soviel Energie umgesetzt wurde und er eine solche Reaktion vom Hang erfuhr, dass er sich über den gesamten Hang verteilte und nichts außer ein paar exemplarischer Überreste, wiedererkennen lässt? Es wird doch immer wieder der Eindruck erweckt, dass sich die 75 Tonnen des Airbus 320 quasi von selbst pulverisiert haben, ohne dass eine dem Energieumsatz entsprechende Einwirkung am Hang zu beobachten sein müsste. Natürlich sieht das nicht aus wie der Krater im Fall der Sprengung einer Fliegerbombe. Die Wirkung auf das Gesteins- und Erdreich ist aufgrund der Bewegungsgeschwindigkeit des Airbus 320 viel einseitiger, wodurch ja erst die auch von dir angedachte Reaktion (Verteilung der Splitter und Pulverisierung) der Maschine bewirkt werden kann.

Siehe auch das Video mit dem Kampfflugzeug und dem
Betonblock, wobei - wie auch schon angemerkt wurde - man dort leider nicht
mehr erkennen kann, wie der Block danach aussah). Das Flugzeug ist
sozusagen seine energieabsorbierende Knautschzone selbst.

Die Energie wird umgesetzt. Das Flugzeug wird durch die Reaktion des Betonblocks zerstört. Würde der Block nicht reagieren (z.B. Schaumstoffwand) würde auch nichts gegen das Flugzeug wirken.

Also ganz konkret: Wo kann man in den Aufnahmen des Absturzgebiets in den französischen Alpen erkennen, was auf den Airbus 320 eine derartige Reaktion bewirkt hat, dass der Flugzeugrumpf, das Heck, das Fahrgestell, die Flügel, die Triebwerke, 147 Passagiersitze, über 150 Gepäckstücke, die Inhalte all dieser Gepäckstücke, sowie 150 Passagiere soweit geschreddert wurden, dass, bis auf ein paar Kleinteile, nicht einmal mehr ein Pfennig großer Überrest in den bisher 768 Aufnahmen des Absturzareals erkannt werden?

Schliesslich prallt 3. nicht gleich jedes Teilstück des Flugzeuges direkt
am Felsen ab und gräbt dort immer weiter, sondern 'später ankommende'
Teile prallen auf vorher schon angelandete und gerade im Rückprallen
begriffene Metallelemente. Ein nicht unbedeutender Teil der
Energieumwandlung findet also im Meterbereich vor dem Felsen statt.

Der Energieumsatz macht aber keinen Bogen um die Stelle im Abturzgebiet, die ich noch immer suche. Dass sich der Rumpf beim Aufprall aufstaut sorgt physikalisch nicht dafür, dass das dahinter liegende Gestein und Erdreich verschont bleibt, quasi ein schützender Puffer entsteht (die Einwirkung kann nur anders gelagert werden). Die Maschine kann sich nicht aus sich selbst heraus zerstäuben, sondern es bedarf einer Reaktion, einer Kraft die gegen den Airbus 320 gerichtet ist. Dafür bedarf es einer Reaktion am Ort des Aufpralls. Dass da anschließend Gräser und kleine Bäume unbeschadet stehen bleiben, verwitterte Gesteinsstrukturen (teilweise sogar bewachsen) unberührt bleiben und auch die Sträucher im Gegensatz zum Airbus 320 wie unbeschadet auf den Erhöhungen stehen bleiben, wie passt das mit der Reaktion zusammen, die der Hang dem Airbus 320 im Zeitpunkt des Aufpralls liefern müsste?

Kannst du mir den Ort zeigen, an dem deiner Meinung nach der Aufprall erfolgte?

Grüße dich,

Ashitaka

--
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