Peng - Puff - Weg

Ashitaka, Dienstag, 31.03.2015, 20:39 (vor 3939 Tagen) @ SUCRAM15768 Views

Sehr geehrter SUCRAM,

Was soll sich da auch topografisch ändern? Da ist doch keine Atombombe
explodiert. Wie sich Stoffe und Kleinstteile physikalisch bei solcher
Krafteinwirkung von mehreren tausend "g" verhalten "müssten", weiß ich
nicht. Du?

Das hast du doch selbst versucht zu erklären. Stell dir mal vor, es kracht ein 70 Tonnen schwerer A320 mit 700 km/h in den uns präsentierten Erdhang. Jetzt fang bitte an darüber nachzudenken, wo er in dem unberührten Erdhang einschlagen könnte, dass er fast vollständig pulverisiert wird. Diese gähnenden Hinweise von unserer hibbeligen Atomaufsichtsbehörde, dass sich der Flugzeugrumpf, das Heck, die Flügel, das Fahrwerk, die Triebwerke, die 147 Passagiersitze, die über 150 Reisekoffer inklsuive deren Inhalte, sowie 11,25 m³ totes Fleisch im hier präsentierten Areal verteilt haben ... im Ernst ... i want to be a hippy and i want to get ...! Ich frage doch nicht aus Spass meine Lieben.

Kannst du mir anhand der hochauflösenden Arealaufnahmen erklären, wo der Rumpf des A320 aufgeschlagen ist?

Die einzige Stelle, an der sich vermehrt Kleinstteile angehäuft haben und an der die Helfer auch ein wenig graben ist ganz unten vor dem Hang (Aufnahme). Auf einigen Aufnahmen (z.B. hier) kannst du dir ansehen, wie sie den Boden fein säuberlich frei haken.

An keiner anderen Stelle des Absturzareals ist eine vergleichbare Anhäufung von Gestrüp, umgeknickten Kiefern und Müll zu finden. Bitte öffne ein Bildbearbeitungsprogramm deiner Wahl und füge nun einen A320 in angepasster Größe in das Bild hinein. Du wirst staunen, auf wieviel Fläche der A320 eingewirkt hätte, sofern er denn überhaupt auf Fels hätte einschlagen können.

Kann also nicht einschätzen, ob das eine normale Verteilung ist, die man
dort vorfindet. Ich nehme aber an (!), dass nur die grösseren Teile sich
in den Vertiefungen gesammelt haben. Ich habe gelesen, dass sich das
Material bei solchen Kräften wie Flüssigkeit verhält. Ich halte es für
plausibel, dass sich in den Furchen grössere Teile angesammelt haben und
in dem "lockeren" Erdreich organische Reste der verstorbenen Passagiere
sowie Dinge mit weniger Dichte zu finden sind. Deshalb ja auch die
Fähnchen. Was macht Dich da skeptisch?

Ja, man hört viel. Nur muss man mal erklären, wohin das Material entweicht und was für Reaktionen ein Aufprall an einem solchen Ort bewirkt hätte. Am 11.09.2001 wird ein ganzer Bau aus Stahlträger durchschnitten und am 23.03.2015 kann man nach ein wenig Gartenarbeit anschließend Blumen an den freigehakten Stellen anpflanzen? Du kannst hier sehen, dass die Helfer ohne Mühe den Boden soweit frei gehakt haben, dass nur noch lockere Erde vor ihnen lag.

Wo (bitte anhand der Arealaufnahmen zeigen) soll der A320 (Flugzeugrumpf,
Flügel, Heck, Fahrwerk, Triebwerke, 150 Passagiere, 147 Passagiersitze,
über 150 Reisekoffer etc.) zerstäubt sein?


Wo der Aufschlagpunkt ist, weiss ich auch nicht. Wenn es reiner Fels war,
wirst Du ihn auf den uns vorliegenden Aufnahmen für die Presse nicht
sehen, und schon gar nicht auf den vorliegenden Arealaufnahmen (es sei
denn, man hat ein geschultes Expertenauge).

Der Rumpf mit Heck, das Fahrgestell, die Triebwerke und die Flügel hätten dann auf Fels aufschlagen müssen. Es gibt aber an dem besagten Hang keinen Fels, der eine solche Fläche bietet bzw. der die Einwirkungen erkennen lässt. Schau dir doch bitte noch mal dein flottes Crash-Beispiel an. Stell dir das nun mit einem A320 vor. Das hätte die Felsen geradezu weggesprengt, wenn die Maschine da mit 700 km/h rein gekracht wäre. Es gibt aber keinen solchen Felsen, der die Fläche für eine komplette Zerstäubung bietet.

Glaubst Du, das was Du siehst,
sind die kompletten Bestandteile des Airbuses? Ich nicht. Aber das wird
dann zum Schluss bis zum Abschlussbericht festgestellt werden, wie viel
Prozent des Flugzeuges man in Form von Wrackteilen noch hat sicherstellen
können. (Wird in Gewichtsanteilen gemessen). Es wird nur ein Teil sein,
aber das ist meine Schlussfolgerung aus vergleichbaren Crashs. Der Rest ist
einfach verschwunden, bzw. so klein, das er sich mit dem lockeren Erdreich
vermischt hat. Sagte ja, dass es, je nach Aufschlagwinkel nur kleine Krater
mit geringer Tiefe gibt, und dass sich die Teile bis tief in dem Boden
befinden können.

Und dabei bleiben umgeknickte Kiefern, Gestrüpp und kleine Felsen an der Oberfläche unversehrt? Das können wir gerne genauer untersuchen.

Hast du da Aufnahmen, die das erklären? Was erklärt die Tatsache, dass
genau dort, wo sich die meisten Überreste angesammelt haben, die
Bergungshelfer mit Handschaufeln und Hacke lockeren Boden umgraben, um ihre
Fähnchen darin zu stecken? Auszugraben gibt es da nichts.


Siehe oben. Teilchen mit unterschiedlicher Dichte verteilen sich auch
unterschiedlich. Wie, das kann ich als Nicht-Physiker nicht sagen.

Also keine Aufnahme.

Die Videos sollten Dir ja auch nur vergleichbare (nach dem jetzigen,
veröffentlichten Kenntnisstandes) Gegebenheiten veranschaulichen, was
passiert, wenn ein Flugzeug mit hoher Geschwindigkeit auf starre
Hindernisse trifft. Kaum Feuer, Klein- bis nicht mehr auffindbare
Kleinstteile des Wracks. Von Passagieren bleiben nur keinste Reste, zum
Teil auch nicht mehr auffind- oder identifizierbar (auch wenn moderne
DNA-Technik viel besser als vor 30 Jahren). Relativ konzentriertes Areal,
in dem sich die Wrackteile befinden, allerdings bei leichteren Objekten
auch grössere Verteilungsflächen. Wir haben hier aber keine ebene
Fläche, sondern ein bergiges Terrain, wo die Mikroteile nicht so weit
fliegen können.

Da flog doch einiges an Müll in den Hang. Mit Peng, Puff, Weg brauchst du mir hier nicht zu kommen. Das hätte eine Fläche bedurft, die überhaupt ein solch zauberhaftes Peng hätte bewirken können. Anschließend hätte die Fläche auch entsprechend ausgesehen. Oder blieb die Außenverkleidung des WTC im Crashbereich deshalb hängen, weils so schnell und tricky mit dem Aufprall ablief?! Hat die Fassade und alles dahinter liegende eine Reaktion als nicht notwendig erachtet, weil man den Moment eh nicht verstand? Weil es halt so dolle Big Bang Theory ist? Wohl kaum.

Einige Antworten kannst Du aus den von mir bereitgestellten Links und
Infos zu den genannten Abstürzen herausziehen. Das erfordert allerdings
ein wenig Zeit und einen offenen Mind.

Du schreibst von "weiß ich nicht" und "Antworten" in ein und dem selben Beitrag über ein und das selbe Thema. Fine. Glaub doch nicht, dass ich mir solche Vergleiche noch nicht angesehen habe. Die Diskussionen die ich seit Tagen verfolge haben das alles bereits durchgekaut. Und der never ending Crash-Test, der schon für 9/11 so oft verwendet wurde, der ist aus den beschriebenen Gründen hier nicht zu gebrauchen. Schau dir mal an, was mit der Mauer passierte.

Ansonsten sind dein Nachfragen und -bohrungen sehr fachspezifisch und
erfordern das Hinzuziehen von Physikern und Unfallexperten. Vielleicht
einfach das falsche Forum dazu? Oder suchst Du gar keine fachlichen
Antworten, sondern welche, die die Sache von einer anderen Perspektive
(siehe Zara dazu) erklären? Da müsste ich nämlich passen und kann und
möchte auch nicht weiterhelfen.

Du schreibst oben, du bist Laie und weißt es selbst nicht. Natürlich müssen solche Experten am Ende ihrer Beiträge suggerieren, dass sie nun wieder welche sind. Ich stelle Fragen und finde auch deine Antwort toll. Zum Ausdruck muss ich das deshalb nicht bringen. Sonst wäre die Diskussion zuende. Doch die gewinnt gerade erst Fahrt.

Herzlichst,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.


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