Sprengwirkung
Hallo Ashitaka,
ich will nur einen Gedanken zur Relativität bzw. Unvergleichbarkeit der 'Sprengwirkung' von 250kt kinetischer Energie oder Explosivstoffe beitragen:
Man kann ein Flugzeug nicht mit einer Bombe oder Dynamitstangen vergleichen. Die kinetische Energie einer Bombe sorgt dafür, dass sich die Bombe vor ihrer Detonation quasi punktförmig in den Untergrund eingräbt und dann explodiert. Ähnlich ist es bei Sprengungen mit Dynamit (Bohrlöcher).
Im Fall eines Flugzeuges - eine extrem filigrane Konstruktion, vorwiegend aus Leichtmetallen - wird aber 1. die ganze kinetische Energie doch relativ flächig aufgetragen und 2. zeitlich über den Zeitraum vom des Berührens der Flugzeugspitze mit dem Felsen bis zum Heck mit dem Felsen 'gestaffelt' aufgebracht.
Die Energie wird dann auch sozusagen über diesen kurzen Zeitraum laufend und gleichzeitig vom Flugzeug selbst zu einem großen Teil absorbiert, indem es - sehr energieaufwendig - in unzählige Kleinteile geschreddert wird (Pulverisierung). Siehe auch das Video mit dem Kampfflugzeug und dem Betonblock, wobei - wie auch schon angemerkt wurde - man dort leider nicht mehr erkennen kann, wie der Block danach aussah). Das Flugzeug ist sozusagen seine energieabsorbierende Knautschzone selbst.
Schliesslich prallt 3. nicht gleich jedes Teilstück des Flugzeuges direkt am Felsen ab und gräbt dort immer weiter, sondern 'später ankommende' Teile prallen auf vorher schon angelandete und gerade im Rückprallen begriffene Metallelemente. Ein nicht unbedeutender Teil der Energieumwandlung findet also im Meterbereich vor dem Felsen statt.
Danke und Gruß
Hinterbänkler
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...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...
Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'