Frage nach der Quelle

Waldläufer, Mittwoch, 22.04.2015, 12:55 (vor 3920 Tagen) @ Positiv4620 Views

Zum Mindfuck und anderen Lernprozessen - ein Experiment: Es gibt ein
definiertes Labyrinthdesign. Ein Eingang, ein Ausgang, viele Sackgassen. Am
Eingang eine Ratte, am Ausgang eine Belohnung. Gemessen wird die Zeit,
welche die Ratte bis zum Leckerchen braucht, desweiteren wird die Anzahl
von Irrwegen (=falsch abgebogen) protokolliert. Das Experiment wird mit
vielen Ratten durchgefuehrt.
Ergebnis: ein Mittelwert fuer Loesungszeit und Anzahl der benutzten
Irrwege.
Naechster Schritte. Auf einem anderen Kontinent wird mit gleichem
Labyrinthdesign aber anderen Ratten (welche keine Nachkommen der Ratten aus
dem ersten Versuch sind) der Versuch wiederholt. Ergbnis. Loesungszeit und
Fehlversuche sinken.
Derartige Experimente sind in unzaehligen Varianten beschrieben, zuerst
mit direkten Nachkommen, spaeter mit unabhaengigen Entwicklungslinien. Mit
Menschen wurde natuerlich auch experimentiert, z.B. so:

„Sheldrake selbst führte folgendes Experiment durch: Theorie: Ein
japanischer Vers, den Generationen japanischer Kinder kennen, sollte für
englischsprachige Versuchspersonen besser zu behalten sein, als ein
ähnlicher japanischer erfundener Vers, da für den ersten Vers bereits ein
starkes morphisches Feld existiert, mit dem die Engländer beim Lernen in
Resonaz treten können, während für den erfundenen Vers kein solches Feld
existiert. Experiment: Sheldrake ließ sich von einem japanischen Lyriker
drei Verse zukommen einen echten Vers, den Generationen japanischer Kinder
kennen und zwei weitere von ganz ähnlichem Aufbau, die eigens für diesen
Zweck verfaßt worden waren. Einer der Verse besaß einen Sinn, der andere
nicht. In England und Amerika wurden Experimentalgruppen gebildet, die
diese Reime (ohne zu wissen, welcher welcher war) durch eine festgelegte
Zahl lauter Rezitationen auswendig lernten. 62% der Vpn konnten sich eine
halbe Stunde später am besten an den echten Vers erinnern (bei annähernd
gleichem Schwierigkeitsgrad aller Reime wären 33% zu erwarten gewesen).
Auch bei stummen schriftlichen auswendiglernen konnten sich 52% den echten
Reim am besten einprägen. Interessant: Bei den beiden neu verfaßten
Versen ließ sich zwischen sinnvollem und sinnlosem Vers kein signifikanter
Unterschied erkennen.“

Gibt es dazu eine Quelle, einen Link, ein Buch oder ähnliches?

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg


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