Über das Glück

Leserzuschrift, Dienstag, 21.04.2015, 12:08 (vor 3921 Tagen) @ ebbes5317 Views

Guten Tag zusammen,

ich bin ja schon der Meinung, das dieses Vergleichen mit einem Hunderudel im Jahr 2015 nach Christus so langsam zu den Akten gelegt werden könnte. Das Vergleichen an sich ist m.E einer der größten „Glückskiller“ überhaupt. Wie soll der Mensch sich in höchste geistige Gefilde schwingen und aktiv an seiner Evolution arbeiten, wenn im Kollektiv der Gedanke herrscht, sowieso nie aus den alten Mustern ausbrechen zu können, weil „Mensch ist Rudeltier“? Rudel und Tier. Merken Sie, was in Ihnen vorgeht, wenn Sie sich selbst so bezeichnen? Für mein empfinden kann man Demotivation nicht besser ausdrücken.

Das hat übrigens gar nichts mit der Herabwürdigung der Tiere zu tun, ganz im Gegenteil, ich weiß zwar nicht viel über Philosophen, beobachte aber seit fast 40 Jahren die Tiere und schätze sie in einigen Belangen als wesentlich klüger ein, als Menschen. Ich habe festgestellt, das Tiere von uns erwarten, „edler“ als sie zu sein. Sie möchten sich sicher, beschützt und geachtet fühlen und das geht weit über die Sicherheit in einem herkömmlichen Rudel hinaus. Tiere sehen, was wir alles können, sie bedauern, nichts davon zu verstehen aber sie hoffen, das wir als Freunde neben ihnen gehen. Wer schon einmal ein verletztes Wildtier gerettet hat, weiß, wovon ich spreche. Bevor ich jetzt total abschweife – brustsprengendes Glück findet man schon in einer echten Kommunikation mit unseren tierischen Mitbewohnern.

Und dann gibt es da noch die Menschen, die Zeit ihres Lebens damit verbrachten, irgendwie Anschluss an eine Gruppe zu bekommen, es nicht schafften und sich heute fragen, ob es nicht vielleicht nur ein dumme Dogma ist, das Menschen nicht ohne andere Menschen auskommen können. So nach dem Motto, da muss um jeden Preis eine Schublade sein, eine Gruppierung, irgendetwas, in das man sich einordnet. Des Menschen größte Angst scheint darin zu liegen, etwas nicht klassifizieren zu können. Die Verfasserin des Textes hat jedenfalls keine Ahnung, wie es sich anfühlt, Teil einer Gruppe zu sein, in der man akzeptiert wird. Mag sein, das sie einfach „doof“ ist, und deshalb nur das Leben als Außenseiter kennt. Was sie aber weiß ist, das sie nicht mehr gewillt ist, ihr Denken einem Phantom unterzuordnen. Wenn es keine Gruppe für sie gibt, dann hat sie dennoch das Recht, glücklich zu sein, ohne das man ihr ein schlechtes Gewissen macht, weil sie sich ja nicht „anpassen“ würde.

Mehr über das „Sein“ lernen, da sein, hier sein, Buchstaben in die Tastatur hacken, Vögel zwitschern hören, mal tief atmen, überlegen, ob man sich noch einen Kaffee kocht und mehr Buchstaben tippt, weil es sich schön anfühlt, Gedanken einen Raum zu geben. - Ich meine, wissen Sie überhaupt, in welchem Paradies Sie leben, weil Sie jetzt da sitzen und DENKEN dürfen? Es hat 14 Milliarden Jahre und eine unbekannte Anzahl an Vorgängen dafür gebraucht.....

Über den „Beobachter“ möchte ich in diesem Zusammenhang noch schreiben und darüber, das ein kluger Mann gesagt hat, wir seien schlicht als Zeugen hier. Ohne uns und die anderen Millionen Spezies da draußen, wäre das Universum jedenfalls nicht das, was es ist.

Das Glück, das schwimmt die ganze Zeit um Sie herum, Sie müssen nicht mehr dafür tun, als es wahr zu nehmen.

Viele Grüße
Blue


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