Nein, das meine ich nicht.

Positiv, Dienstag, 21.04.2015, 09:23 (vor 3920 Tagen) @ Mephistopheles4956 Views

Hallo Mephistopheles,

Da geht es ihm also wie dem Hund, der auch klare Strukturen braucht, um
sich wohl fühlen zu können?

ich habe weder diese von Dir konstruierte Kausalitaet,

Hunde, die keine klare Dominanz spüren, sind nur unglücklich, da völlig
überfordert.
Und du meinst also, Menschen ohne diese klaren Strukturen und ohne die
Dominanz wären also auch überfordert und deswegen wäre solch ein Leben
unmenschlich?

noch dieses Gegenteil selbiger behauptet.

Wenn Du auf einen Vergleich mit Hunden bestehst, dann eher so:
In der BRD verbringt das Rudel deutlich mehr Zeit mit erschoepfenden Rangfolgekaempfen. Das Rudel ernaehrt sich heute groesstenteils auf einer Muellkippe und um das knappe verfuegbare Aas gibt es regelmaessig erbitterte und blutige Kaempfe. Zum Glueck stehen jedoch auch grossmengig andere verdaubare Abfaelle bereit, so dass man irgendwie ueberlebt. Nicht artgerecht, aber doch nahrhaft genug zum Dahinvegetieren. Regelmaessig kommen andere hungrige Rudel vorbei und konkurrieren ebenfalls um das wenige Vorhandene.

Das Leben in der DDR wuerde ich eher mit dem Leben im Welpennest vergleichen. Man tollt und spielt miteinander, Kaempfe werden selten bis aufs Blut gefuehrt, sondern stattdessen, um sich spielerisch zu messen und zu erproben. Es ist genug Muttermilch fuer alle da. Spaeter geht das Jungrudel gemeinsam einen Hasen jagen und jeder bekommt etwas ab, wenn auch nicht alle die gleiche Menge. Da das Ganze in einem sicher eingezaeuntem Gehege stattfindet, sind Revierkaempfe mit anderen Rudeln unbekannt.

Aber das Geschriebene wuerde ich selbst so niemals formulieren. Nur des besseren Verstaendnisses wegen, wenn jemand auf einer Analogie aus der Welt der Vierbeiner besteht.

Beste Gruesse,

Positiv.


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