In Vergessenheit
Hallo Positiv,
Ich sehe es eher so, dass Glueck die Faehigkeit ist, den Sinn in seinem
Leben zu erkennen. Den eigenen Platz zu sehen und zu bejahen,
anzuerkennen. Zuzustimmen, wer und was man schon laengst ist - aber diese
Essenz im eigenen Kern eben zu entwickeln, sie schrittweise auszupacken.
Das Erkennen gleicht meiner Erkenntnis nach einer Bewusstwerdung des Beobachters. Nur dieser schafft einen Sinn (braucht keinen Sinn). Insoweit ist Glück für mich keine Frage der Lebensausgestaltung, sondern eine Frage der Perspektive auf das Gestalten, ein beobachten. Es geht im Leben nicht darum, etwas willentlich zu tun oder nicht zu tun,nicht darum, dem Leben willentlich einen Sinn zu geben, oder Unsinn zu schenken, nicht um den Willen zur Macht, um den Kampf gegen die Ohnmacht, sondern sich dabei zu beobachten, wie der Sinn und die Sinnlosigkeit einen Beobachter, dich, zwingend voraussetzt. Das verändert auf Schlag. Erkenne den Beobachter als Mittelpunkt und verwechsle ihn nicht mit dem Sinnlichen und Willentlichen deiner Beobachtungen (kein wünsch dir was!).
Alles andere sind Sackgassen. Dieses "eigenen Sinn (...) geben und nach
eigenen Vorstellungen (...) gestalten" halte ich fuer eine Falle. Soetwas
meine ich mit mich fremdbestimmten Idealen.
Wie würdest du reagieren, wenn jemand behauptet, dass du selbst diese Fallen (Ideale) aufgestellt hast, sie nur ein Teil deiner Perspektive sind. Wenn man sich vorstellt, dass es da draußen Gestalten gibt, die unabhängig von deiner Perspektive eine dich informierende Gestalt besitzen, deine Perspektive beeinflussen, dann verkennt man meiner Überzeugung nach den Beobachter, vergißt, dass es nur Vorstellungen sind. Darum geht es doch, zu erkennen, dass es so oder so Vorstellung bedarf.
"Dein Sinn und Wille wohnt nur in deinen Vorstellungen. Jede Stellung ist sinnvoll und sinnlos zugleich, abhängig vom Beobachter. Jede Sinngebung und -nehmung ist Ausgestaltung in Vergessenheit darüber, dass Du im Grunde nur Wertungen beobachtest."
Sich nicht beeinflussen zu lassen, beeinflusst dies nicht zugleich? Was, wenn du das Spiel nur noch beobachten kannst und es dir egal wird, du den Sinn und Unsinn zugleich achtest?
Es gibt nichts zu gestalten,
nur zu erkennen und dann folgt die Zufriedenheit und das Glueck auf dem
Fusse. Auf dem Weg dahin ist es gewiss hilfreich, viel auszuprobieren, um
sich selbst kennenzulernen.
Wer bist du selbst? Der Beobachter kann sich nicht selbst beobachten, sondern nur Gedanken des Beobachters. Anzunehmen, man könne sich irgendwie kennenlernen, das glaubte ich auch lange Zeit. Und dann lernt man doch immer wieder wen neues kennen, beobachtet die Vorstellungen des Erschaffenen. Mal ist man Top, mal ist man Flop, bis man derjenige ist, der Floptop erfunden hat. Du als Beobachter lernst immer nur Vorstellungen kennen, die zu beobachtende Ausgestaltung (Ob Positiv oder Ashitaka, das ist beides deine Perspektive). Und du bist weder mehr Positiv, noch Ashitaka, noch Negativ.
Primaer will ich darauf hinaus, dass ich die Ausrede der diktierenden
Obrigkeit nicht gelten lasse. Entwicklung ist ein interner Prozess, der
durch auessere Umstaende beguenstigt oder erschwert werden kann, aber im
Grunde ein absolut selbstverantwortlicher Vorgang ist.
Im Grunde ist alles nur selbst(beobachtet). Stell dir einen Apfel ohne Perspektive und ohne Kognitionen (ohne Zeitablauf) vor. Ohne dich als Beobachter (Perspektive) ist weder ein Raum, noch die Zeit dafür vorhanden. Stell dir vor zu stirbst eines Tages. Geht es danach hier weiter? Oder geht es nur so weit, wie du es dir gerade vorstellen kannst (dir als Vorstellung einen äußeren Beobachter installierst, der deinen Tod beobachtet)?! Geht es hier danach ohne dich weiter, weil du es schon bei anderen Begräbnissen (als Vorstellungen) beobachtet hast? Ist der Tod vielleicht deshalb nicht erklärbar, weil wir ein Problem damit haben, von äußeren Beobachtern, die in Vorstellung Raum und Zeit überdauern, loszulassen?
Es geht nur mit dir weiter, indem du beobachtest und damit deinem Universum eine Perspektive auf Zeit erschaffst (ausgestaltest).
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Herzlichst,
Dein Vorstellungsvermögen
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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.