Habe ich eigenes Potential, eigene Macht (natürlich von früher von Anderen zediert),
Dann lieber saunierender Hinterbänkler,
habe ich Möglichkeiten/Handlungsoptionen.
Hallo Silke,
angenommen es gibt 100 Möglichkeiten, wie sich eine Sache entwickeln
könnte und diese Varianten wären uns bekannt (Wobei klar ist, dass es
tatsächlich unendlich Varianten gibt!).
Im Ende wird/kann sich nur eine einzige realisieren.
Ja. So habe ich bis es bis hierher verstanden.
Also sind 99 Möglichkeiten nur Phantasien unseres projektierenden
Geistes.
Nein. Sie sind auch möglich, genau bis zu dem Punkt wo sie leider, leider in diesem Raum und in dieser Zeit nicht mehr möglich sind, weil nur die wahrscheinlichste Möglichkeit dank erforderlichem eigenen Potential, Willen und Potentialgewinnung zur Realisation, das hinzugewinnende verschaffte Potential zu bewirken (aktive Potenz = Handlung) Wirklichkeit werden kann.
Ich kann nicht mit @Ashitaka seinem Auto eben noch gerade aus fahrend nach links und rechts abbiegen.
"Unendliche Einflüsse, genau eine (1) Möglichkeit" @Kurt
Man könnte diese auch Fiktion nennen.
Aber eben nicht alle - nämlich 100 - sind Fiktionen.
Ich habe es so verstanden, dass einer Fiktion die Grundvoraussetzungen einer Möglichkeit fehlen:
- mein mitgebrachtes Potential, das ich von irgendwoher haben muss,
- mein Wille und
- das hinzugewinnende verschaffte Potential sonst wird es nichts mit einer Handlung
Die drei Sachen sind aber Grundvoraussetzungen für eine gehandelte Möglichkeit sonst bleibe ich in einer Fiktion hängen.
Da wir nicht wissen, welche der 100 Varianten sich durchsetzt, nennen wir
eben alle 100 'Möglichkeiten'.
Sind es ja auch. Wahrscheinliche und unwahrscheinlichere.
Dennoch ist es wichtig, dass wir die 100 Möglichkeiten im Geist
durchspielen und im Lauf der Entwicklung wieder erneut durchspielen und
dann in diesem Prozess die rauskürzen, die ab einem bestimmten Zeitpunkt
nicht mehr realisierbar sind.
Das machen wir doch auch.
Wir schauen uns mit unserem mitgebrachten Potential, mit unserer Willigkeit und zugreifbarem äußerem Potential all die potentiellen Möglichkeiten an und schon fliegen über 90 % der Möglichkeiten raus, weil wir verstanden haben, dass aus ihnen nichts wird - kein vorheriges Potential/kein Wille/keine zusätzlichen nötigen Ressourcen.
Wenn ich z. B. eine Unternehmensvision in einem Businessplan konkretisiere
und finanziell bzw. strategisch ausstatte, dann mache ich diese Version
wahrscheinlicher, da ich ihr die Grundlage gebe.
Ja. Ich kann das je nach Zeitdruck und Bedürftigkeit blitzschnell oder mit Bedacht machen.
Wie @Zarathustra geschrieben hat, sind meine Aktionen eben Bestandteil des
deterministischen Prozesses.
Da bin ich ja auch noch mehr bei seiner durch und durch deterministischen Argumentation, weil sie so schön bequem ist: viel geschah – trifft sich jetzt im Moment - und bewirkt in der Zukunft viel.
Und das alles, ohne zu verstehen (wir glauben nur, dass wir etwas davon verstehen) was im Gehirn für ein Bewusstsein abläuft.
Trotzdem wird dabei mit den Zeiten geschummelt, wenn ich von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft schlussfolgere.
Ich empfinde es zudem so, dass auch die Unternehmensvision bzw. der
Businessplan viel mit der Intuition der Geschäftsleitung und ihrer Berater
zu tun hat.
Und Intuition ist eben eine Sache, die wenig mit Logik, Rechenleistung und
Kausalität zu tun hat, sondern eine Form des Navigierens im
AnSich-AllEins-HoloUniversum ist, was möglicherweise das Ergebnis der 100
Varianten schon kennt, weil es dort eben keine Zeit gibt.
Da schlage ich mich gerne auf deine Esoterik-Seite, weil mein Bauchgefühl für mich etwas sehr wichtiges geworden ist und ich ein holistisches Weltbild angenommen habe.
Liebe Grüße
Silke
schwitzender
Hinterbänkler