Wenn die Wilden nach vereinbarten Regeln zusammenleben würden, wären sie nicht wild.

trosinette, Mittwoch, 14.12.2016, 10:09 (vor 3375 Tagen) @ Falkenauge4191 Views

Guten Tag,

Jede Gemeinschaft von Menschen ist in irgendeiner Form eine
Rechtsgemeinschaft mit vereinbarten Regeln des Zusammenlebens.

Also ich würde nicht sagen, dass die Wilden nach vereinbarten Regeln zusammenleben. Ich würde schon zwischen staatlich ausgehandelten und gesetzten Regeln, die wir ununterbrochen hin und her aushandeln, setzen und versetzen und zwischen den Regeln, die den Wilden unverhandelt und unhinterfragt quasi vor Menschengedenken in den Schoß gefallen sind, unterscheiden wollen.

Das ist genau der Punkt. Die Gleichsetzung ist willkürlich, fiktiv, und hat keine sachlogische Berechtigung.

Das Wirtschaft auf Staat beruht erscheint mir offenkundig, so wie offenkundig Leben auf Kohlenstoff beruht. Das hat die Natur hier willkürlich und ohne sachlogische Berechtigung eingerichtet. Anderswo soll aber durchaus Leben auf Siliziumbasis möglich sein.

Es stimmt auch nicht, dass der Liberalismus den Staat abschaffen will.
Er will ihn nur auf seine eigentliche Kernaufgabe, die rechtlichen Regeln, reduzieren.

Netter Vorsatz. Dazu müsste sich der Liberalismus lediglich von einem zahnlosen Theorietiger zu einer überstaatlichen Machtinstitution aufschwingen.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


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