@siggi

Ashitaka, Montag, 19.12.2016, 09:58 (vor 3371 Tagen) @ siggi3572 Views

Hallo Siggi,

Du kannst den ausgebrachten Samen tagelang mehrmals gießen, wenn das
Samenkorn hohl ist, also ohne Potential, dann tut sich da gar nichts.


Man muss sich von der albernen Vorstellung lösen, dass ein System aus
sich selbst heraus entstehen kann und sich von selbst erhält.


Es erhält sich von selbst nicht auf Dauer. Behauptet das jemand?

Immer dann, wenn der Gedanke an die reale Herkunft des Potentials in den Mittelpunkt rückt, wird die autopoietische Selbstorganisationen der Masse als rote Sehnsucht vorgeschoben, um damit eine intellektuell klingen wollende Selbsterschaffung und -erhaltung des Systems zu simulieren.

Wenn der Samen hohl ist, dann wurde ihm zuvor kein Potential verliehen,
dann hat er kein Vermögen.


Aha, jetzt hast du es. Also im Umkehrschluss, wenn ihm vorher (das
ist das entscheidende Wort) Potenzial verliehen wurde, dann ist eben das
Potenzial da. Wie sollte es auch anders sein?

Nur dann, wenn es ihm verliehen wurde und verliehen wird. Es gibt kein Vermögen, welches durch eigene Potentiale aus dem Element selbst heraus erwächst. Potentiale sind passive Machtpositionen, damit immer Teil eines bestehenden Verhältnisses.

Nur weil einem Neugeborenen Potential im Mutterleib verliehen wurde und es deshalb etwas vermag (Vermögen hat), bedeutet dies nicht, dass es im Augenblick der Entbindung "eigenes Potential" mit sich bringt. Wird das Neugeborene in die Ecke gelegt und dort liegen gelassen, dann wird deutlich, dass die Machtposition (Potential) auch weiterhin verliehen wird.

Im Gegensatz zum Neugeborenen wird es bei Zentralmachtsystemen, in denen die Individuen Forderungen stellen, nicht durch die Individuen verliehen, sondern nach gewaltsamer Einverleibung mittels Betrug (Simulation) von ihnen durch Androhung von Gewalt/Sanktion geraubt. Es ist von Anbeginn eines Zentralmachtsystems klar, dass die Forderungen der Individuen (spiegelbildlich sind dies die Verbindlichkeiten = Finanzierung der Zentralmacht = Zwangsanleihen) aufgrund des Vorfinanzierungsproblems (Ausgaben müssen vor Einnahmen bestritten werden) nicht werthaltig sind. Darüber werden sich nur wenige systematisch bewusst.

Daran hindert auch die Besicherung der Zentralmachtfinanzierung (=Abgaben) nichts, zumal die aufgrund der Simulation wachsenden Erwartungen der Individuen und damit einhergehenden Machtzessionen (siehe Entwicklung bis hin zu unseren heutigen Sozialsystemen) die Lücken vergrößern.

Das Neugeboren hat demnach also doch Potenzial (in den allermeisten der
Fälle), da es ihm vorher im Laufe seiner Entwicklung im Mutterleib
gegeben wurde, wie du es nun endlich ganz richtig erkannt hast.

Es wird ihm immer verliehen, bis es genügend Vermögen hat und sich mit seiner Psyche (bewusste Handlungen) selbst Potential (Machtpositionen) verschafft. Doch auch dann ist kein Ende in Bezug auf eine Abhängigkeit von extern gegeben. Niemand ist so mächtig, hat die Allmacht, dass er seinen Hunger besiegt.

Anders wäre es ja auch nicht zu erklären, dass ein Neugeborenes ohne
Hilfe wie viele Tage überleben kann?

Es baut durch jede Handlung/Aktion (Köperbewegung etc.) Vermögen / Potential ab, kann es nicht vons elbst erhalten bzw. sich verschaffen. Wenn man es nackt in eine kalte Ecke legt, dann wird dieser Prozess beschleunigt.

Aktive Potenzen (Handlungen/Ereignisse) mindern die Bilanz (Aktive = Vermögen / Passiva = Potential).

Wobei ich für mein Empfinden schon sagen muss, das sich deine Diskussion
mit @Zara doch nun schon langsam etwas zäh gestaltet. Die Argumente sind
ja nun einige Male hin und her gewandert. Bringt das noch was?

Andererseits, hätte ich auch nicht gedacht, dass du das mit dem von
Beginn der Fertigstellung an vorhandenen Potenzial von Neugeborenen und
Samenkörner noch mal zugeben würdest[[top]]

Du überschätzt dich aufgrund einer voreiligen Freude. Das führt zu Überheblichkeit. Es ist real eben so, dass das Potential dem Neugeborenen nicht nur verliehen wurde, sondern ihm auch weiter verliehen werden muss. Kein Vermögen eines Elements entsteht oder erhält sich ab einem bestimmten Zeitpunkt von selbst, niemals. Da die Elemente real immer Teil des Systems sind, ist die Behauptung, dass sich Systeme von selbst erschaffen und erhalten, sofern man die Elemente pseudointellektuell in die Umwelt verfrachtet, nicht mehr als eine alberne Simulation (ein Hirngespinst).

Herzlichst,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.


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