Das ganze Konstrukt..

Rumbidu, Dienstag, 13.12.2016, 00:12 (vor 3376 Tagen) @ Zarathustra4608 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 13.12.2016, 00:24

@Zara

Auch feudalistische Systeme sind expansiv.

Natürlich, sie bauen genauso auf den Kapitalismus auf - Eigentum.

Was? > Ohne Staat geht es zu und her wie unter jenen Menschen, die jenseits des > Staates leben: nicht expansiv, wie im Paläolithikum oder heute bei Indigenen im Regenwald und in der Arktis. >

Der Staat setzt ja "nur" die Eigentums-Logik, also die Regeln und Normen dieser um bzw. durch. Er zwingt uns sozusagen innerhalb dieser Regeln zu wirtschaften/handeln. Das hat mit Sicherheit nicht nur positive Auswirkungen, sondern auch viele negative. Dieser Gegensatz ist fester Bestandteil dieser Logik.
Kriege sind Teil dieser Logik, weil es nur darum geht, Aufschuldungs-Prozesse fortzuführen, um weiterhin Profite zu machen. Funktioniert das nicht mehr ist der Niedergang der eigenen Wirtschaft nicht mehr weit und da will keiner freiwillig hin. Also wird alles versuch das zu verhindern.

Aus dieser Logik heraus entstehen allerhand Gegensätze, reich/arm, Überfluss/Elend, Macht/Ohnmacht, oben/unten.. Die ganzen "Begriffe" wie Produktivität, Angebot u. Nachfrage, Effizienz, Konkurrenzkampf.. sollten mal auf ihren Inhalt und Auswirkungen abgeklopft werden. Dazu kommt noch Propaganda, Meinungsmache, Deutungshoheit, Illusionen usw.

Was für einen Teil der Menschen als "funktionierend" betrachtet wird, ist für den anderen Teil der Horror. Daraus wird immer Gewalt hervorgehen. Innerhalb dieser Logik wird es meiner Erkenntnis nach nie eine wirkliche Lösung geben. Die kann es nur außerhalb dieser Logik geben. Darum werde ich auch nicht innerhalb dieser Konstruktes in angeblich gut und böse teilen oder in angeblich schuldig oder nicht-schuldig.

Wirtschaft und Expansion gibt es nur dort, wo der Staat sein Unwesen treibt >


In der Logik/Denke innerhalb dieses kapitalistischen Konstrukts/Matrix schon.
Würde sich der Mensch zu Nietzsches Übermensch aufmachen, was ja Erkenntnis bedeutet, würde diese Irrsinns-Logik was wir heute als "Natürlich" sehen bestimmt überwunden werden.

Viele Libertäre glauben halt, der Mensch wirtschafte auch ohne Staat. > Tut er aber nicht, wie ein Paul C. Martin (aka Dottore) oder ein Gerhard Bott nachhaltig bewiesen haben. >


Es würde vielleicht "funktionieren", wenn der Mensch sich vollkommen der kapitalistischen Logik/Ordnung unterwirft, was schrecklich wäre. Er würde die Folgen/Auswirkungen hinnehmen, ohne jegliche Gegenwehr. Das habe ich gemeint mit "ohne Staat". Aber das soll jetzt eigentlich nicht Thema sein.

Grüße, Rumbidu


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