Und ewig grüsst ...
Hallo Zarathustra,
Du simulierst ja schon wieder.
Zunächst: Ein System ist die Gesamtheit der Elemente, die sich
aufeinander beziehen und eine nach außen hin abgegrenzte Struktur
aufweisen.
So ist es. Du bist Teil (Element) des Systems. Alle Elemente zusammen (Organismus/System) verkörpern die Macht.
Ein System ist keine Messung (Anzahl = Masse).
Die gesamte Masse ist das System.
Die Masse ist nicht ohnmächtig. Das Individuum ist ohnmächtig
gegenüber
der Masse.
Die Masse (= eine Anzahl von Individuen) handelt nicht.
Selbstverständlich tut es das. Die Gesamtheit Deiner Zellen handelt (steigt morgends aus dem Bett und abends wieder rein). Die einzelne Zelle sowie die Organe in der Peripherie und in der Zentrale sind dem Willen der Masse namens Ashitaka unterworfen und gehen schön brav mit ihm zu Bett, sobald er dies tut.
Diese Masse, der
du eine Macht in Bezug auf das "System ihrer Beziehungen" zuschreibst, ist
lediglich eine Anzahl (Zählung) von ohnmächtigen Individuen (eine
Messung). Die Masse existiert nicht als ein Potential tragendes Element,
sondern ausschließlich als eine Messung.
Unsinn. Ashitaka existiert nicht nur als Vorstellung, sondern als handelnde Masse, bestehend aus abermillionen Zellen und Organen, die als Individuum der Masse namens Ashitaka 'unterworfen' sind.
Ja, ein Individuum kann das System (die Masse) nicht ändern. Das
System
(die Masse) ändert sich selbst.
Die Masse ist eine Messung, kein Element des Systems.
Unsinn. Du bist keine Messung.
Du hast letztens
geschrieben, dass der Zentralmacht das Potential durch Stimmungen, durch
Gefühle, verliehen wird (Prechter's social moods). Hier merkt man, wie
verunsichert du in Wirklichkeit bist. Da hast du Prechter eben völlig
falsch verstanden.
Von Prechter hast Du keinerlei Ahnung. Prechter kenne ich seit 35 Jahren. Also erzähl mir nichts von Prechter. Und schon gar nicht von Gerhard Bott.
Er erklärte eben nicht, dass Stimmungen oder Gefühle
Potentiale (Macht) begründen.
Genau dies tut er.
Prechter erklärt, dass die Stimmungen bzw.
Gefühle die Handlungen (aktive Potenzen) in ihrer Ausrichtung
beeinflussen.
Eben. Du widersprichst Dir selbst.
Die Stimmungen begründen aber eben nicht die für eine Realisierung
(Aktion) notwendigen Potentiale (Passiva).
Doch, denn den Stimmungen liegen entsprechend handeln könnende Menschenmassen zugrunde.
Das beste Beispiel ist eben die
Elliott-Wellen-Theorie.
Genau.
Die Stimmungen und Gefühle üben zwar einen
Einfluss auf die Kursentwicklungen aus, sie begründen damit aber nicht die
Verschuldungsfähigkeit und -unfähigkeit der aktiven Elemente.
Doch, genau dies tun sie. Dein Wille und Deine Stimmung allein genügen aber noch nicht, um aus dem Bett zu kommen. Deine physische Beschaffenheit ist ebenso eine Determinante, die stimmen muss. Die Welt ist multikausal deterministisch.
Anders
ausgedrückt: Nur weil die Stimmung gut ist, bedeutet dies nicht, dass das
Potential (Cash) vorhanden ist, um den Kurs nach oben zu drücken.
Das behauptet auch niemand, dass determinierte Effekte monokausale Ursachen haben.
Du allein vertrittst solche 'einzig und allein'-Märchen.
Dir wird der ursächlich äußere Zwang zur Handlung (aufgrund fremder
Potentiale einer expansiven Zentralinstanzen) aufgrund deiner
Simulationskraft nicht bewusst. Am Beispiel des potentiallosen Neugeborenen
Neugeborener Ashi ist genauso wenig potentiallos wie ein ausgewachsener Ashi.
Neugeborener Ashi hat sogar wesentlich 'mehr' Potential als ein greiser Ashi.
Irgendwann wird Dir dies schon noch bewusst werden.
Die Frage, woher das Vermögen (Aktiva) stammt, sowie die Erkenntnis, dass
es immer durch äußere Potentiale begründet wird, sie überfordert dich.
Der einzige, der hoffnungslos überfordert ist, bist Du. Wer nach so vielen Hinweisen immer noch allen Ernstes glaubt, ein System/Organismus hänge ausschiesslich von äusseren Dingen ab und nicht genauso von der eigenen Beschaffenheit, dem ist nicht zu helfen, auch nicht mit weiteren hundert Lektionen.
Grüsse, Zara