Moral der Gegenseitigkeit

Mercury, Donnerstag, 12.03.2015, 22:26 (vor 3959 Tagen) @ Falkenauge4476 Views

Gegenseitigkeit ist die Formel der Gerechtigkeit.

Und nach Kohlberg eine niedrige Stufe der Moralentwicklung (zwei): "Sie orientieren ihr Verhalten an dieser Gegenseitigkeit, reagieren also kooperativ auf kooperatives Verhalten, und üben Rache für ihnen zugefügtes Leid (tit for tat/do ut des – „ich gebe, damit du gibst“; "Wie du mir so ich dir").

Sie wiederholt sich mit ca. 18 (dann als 4 1/2 bezeichnet): "In der Übergangszeit zum Erwachsenwerden befinden sich Jugendliche typischerweise in einer Übergangsphase. Um sich vom konventionellen Niveau des Moralbewusstseins zu lösen, ist es wichtig, moralische Normen zu hinterfragen und nicht blind Autoritäten zu folgen. In der Übergangsphase gelingt es dem Menschen noch nicht, die Begründung von Normen auf ein neues, intersubjektives Fundament zu stellen, er ist moralisch orientierungslos. Menschen dieser Stufe verhalten sich nach ihren persönlichen Ansichten und Emotionen. Ihre Moral ist eher willkürlich, Begriffe wie „moralisch richtig“ oder „Pflicht“ halten sie für relativ. Im günstigen Fall gelingt ihnen die Entwicklung zur 5. Stufe des Moralbewusstseins, es kann aber auch sein, dass sie in der Übergangsstufe verbleiben oder zur 4. Stufe zurückfallen. Die Zwischenstufe wird als postkonventionell angesehen, obwohl moralische Urteile auf dieser Stufe noch nicht prinzipiengesteuert sind."

Was für ein Unsinn. Diese Abstrahierung des Eigentums am Unternehmen in
ein Eigentum an Aktien, hat mit dem Unternehmen selbst und den dort
arbeitenden Menschen, die es ausmachen, überhaupt nichts mehr zu tun. Es
ist eine eigene spekulierende Scheinwelt, in der das Risiko im
Spekulationsverlust besteht, was etwas ganz anderes ist als das Risiko des
unternehmerisch tätigen Menschen, das natürlich auch honoriert gehört.

Der Fahrzeugschein deines Autos hat mit dem Auto nichts zu tun?
Die Aktie ist nicht "abstraktes Eigentum", sondern ein so konkreter und praktischer Eigentumstitel wie deiner an deinem Auto oder Haus.

Gerechtigkeit spielt sich zwischen den Menschen ab und ist daher immer
sozial.
Was Du unter Ideologie verstehst, ist selbst Ideologie, d. h. fixierte
Dogmen, die an Realitätsverlust leiden.

"Ungerechtigkeit spielt sich zwischen den Menschen ab und ist daher immer sozial".
"Folter spielt sich zwischen Menschen ab und ist daher immer sozial".


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