Wir stammen weder von Ameise, Wolf oder Hai ab - das sind Parallelentwicklungen
Lieber Beo2
Du arbeitest schön die Misere eines Staatsbürgers heraus.
Er muss sich seine Staatbürgerschaft schön reden, um nicht zerrissen zu werden.
Er muss sich mit den Vergewaltigern identifizieren um nicht an dem Schmerz über die immer und immer wieder erfolgende Vergewaltigung zu Grunde zu gehen.
Er muss sich einreden, er sei ein Insekt oder ein Beutegreifer, um sein Weltbild stimmig zu halten.
Er muss sich einreden, dass er schlecht, böse, gemein, asozial ist - dass es normal ist, war und sein wird, krank zu sein in einer Welt, in der die erkrankten Menschen die Mehrheit stellen.
Ist das wirklich entscheidend? Jedenfalls scheint Sesshaftigkeit die
effektivere Art des Zusammenlebens zu sein, sonst hätten die Räuber die
Bauern nicht unterworfen.
"Jedenfalls schein eine Krebserkrankung für einen Krebskranken die effektivere Art des Lebens zu sein, sonst wäre er nicht Krebskrank geworden."
Und auch so (ohne Räuber) wäre es bei
steigender Population wohl zu höheren Organisationseinheiten gekommen?
Nein, dass geht nur im räuberischem Setting. Die Organisationsform ist nicht höher sondern artfremd und krank.
Systematisches Berauben erzwing Populationsanstieg, nicht umgekehrt.
Richtig, das bescheunigte Wachstum der seßhaften Population käme noch
hinzu .. siehe weiter:
Der Turbo ist der Abgabenzwang und nichts anderes.
Ich denke, Beo2 meint die grundlegende Sozialität des Menschen, die
schon in seinem Ursprung angelegt ist
Tabu des Brudermordes ist ursprünglich angelegt, Egalität, Akephalie in segmentären Gesellschaften mit Funktionsautoritäten.
Sehr gut gesehen! Es ist die Ameise, das Schaf u.a. in uns, ein durch und
durch soziales Wesen. Aber aber, das ist noch nicht alles. Auch die
Räubergene sind in uns, der Wolf, der Haifisch etc.. All diese Gene und
Programme sind in uns, aktiv oder inaktiv.
Netter Versuch, die Unterwerfung Gleicher zu rechtfertigen. In Nahrungsketten gibt es "fressen und gefressen werden" aber nicht artintern, wenn nicht massive Stressoren wie feindliche Umwelteinflüsse das Fressen von Gleichen als Notüberlebensprogramm erzwingen.
Diese Stressoren sind seit der letzten großen Eiszeit nicht mehr in so verheerendem Ausmaß vorhanden.
Damit ist das Notprogramm "eigenes Gewebe verzehren" nicht notwendig und die Konstituierung vieler abartiger Meme entbehrlich.
Wir haben heute das Phänomen, dass sich eine geschundene Menschheit nicht artgerecht unter Vernichtung alles Lebens um sie herum durch die Zeit quält, eine immer größer werdende Bugwelle der Verschuldung vor sich her schiebt und verbrannte Erde hinter sich läßt.
Je nach "Ausschlag" setzt sich bei dem Einen das eine und bei dem Anderen
das andere durch. Die Mehrheit unter uns sind allerdings "Ameisen".
Aber, auch unter uns Ameisen find ich nicht alles gut und akzeptabel.
Der Mensch ist mehr als nur das .. Er ist sich seiner Natur bewusst und
kann sie verändern.
Sei Du mal eine Ameise. Ich bin ein Säugetier, dass liebevollen artgerechten Umgang mit den Meinen und werschätzenden, akzeptierenden aber auch souveränen Umgang mit Fremden möchte.
und bezeichnet die Familie (bzw. noch früher den Clan) als kleinsten
möglichen Staat. (@Amos: Ich bin also nicht der Ansicht, der Mensch ist
ein Einzelgänger.)
Ich verstehe nicht, wozu hier jahrelang geschrieben wird, wenn es doch nicht ankommt. Familie ist ein unnatürliches Lebenskonzept.
Ein Staat ist dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens gewählte
Richter (Gerichtsbarkeit) und die Polizei (Militär) geben muss, um
für Ordnung bzw. für internen und externen Personen- sowie Eigentumschutz
in der Gemeinschaft zu sorgen. Das nennt sich Staatsmacht. Und das
deutet auf eine Größe hin, die 150 Personen, d.h. einen Clan,
übersteigt.
Und das ist nicht artgerecht, weil über der Dunbarzahl ein Artgerechter Umgang untereinander nicht mehr möglich ist.
Liebe Grüße
Silke