Sinn und Zweck der Stadtmauern, damals vs. heute
Einigen wir uns doch hierauf: Sowohl die Bauern- als auch die Hirtenvölker bildeten (evtl. gemeinsam) Staaten, weil sie etwas ihnen Wichtiges, neben ihrem nackten Leben, an Räuberbanden/-völker zu verlieren hatten, nämlich ihr individuelles sowie gemeinsames Eigentum, welches sie sich mühsam erarbeitet haben. Das dürfte der Wahrheit am nächsten kommen.
Die Initiative geht bei der Versklavung und Vergesellschaftung von Mensch und Tier aber vom Gewalttäter aus.
Sehe ich auch so. Zumindest, das war einmal so. Nun aber können andere Wert- & Angstvorstellungen an die Stelle der Gewalt treten: Gemeinsam und arbeitsteilig können wir die Erde in einen friedlichen, gut gepflegten Garten verwandeln und sogar den Weltraum besiedeln oder unsere Weltraumverwandten besuchen. Das schafft der ausschließlich egoistisch denkende Einzelne nicht, und auch nicht die Familieclans.
Nicht alles, was natürlich (d.h. in der Natur vorkommend) oder auch in der tierischen Natur des Menschen angelegt ist, ist gut und akzeptabel. Der Mensch, wennauch nicht jeder, kann darüber hinausgehend denken, wollen und handeln, da er zugleich einer anderen Wirklichkeit entstammt.
Er kann es mehrheitlich nicht mehr, aufgrund seiner Vergesellschaftung/Verstaatlichung und Erziehung.
Alles ist möglich; es stehen uns alle Optionen offen. Gut, der Trend ist immer noch negativ und es wird erst wieder Schmerzen geben.
Wer es nicht kann, der verdient (sich) eine gleiche Behandlung, welche er Anderen zukommen lässt. Er kann die Natur mindestens verändern, wenn nicht gar neu erschaffen. Das können die Tiere nicht.
Von Verdienst (Schuld) zu sprechen, bringt nicht viel. Das ist religiös. Niemand wählt seine Erziehung selber aus. Ein Traumatisierter hat sich sein Leiden nicht 'verdient'. Den trifft keine Schuld.
Würdest Du dafür deine Hand ins Feuer legen? Ich nicht.
Es kann nur um Aufklärung in der wichtigsten Frage des Lebens gehen: Welches individuelle und systemische Verhalten führt zu einer Maximierung des Leidens?
Zustimmung. Ich denke, sich dies hier bewusst zu machen, würde gehörig weiter helfen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ
Die Bauern haben keine Stadtmauern gebaut und Städte befestigt. Die Bauern sind keine Stadtmenschen. Sie wurden gezwungen, ihren neuen Herren (Priester, Krieger, Fürsten, Söldner) in den Städten Tribut zu zollen.
Die Bauern haben die Stadtmauern bauen LASSEN, um sich bei Bedarf dahinter zu retten und um dort ihre Produkte auf dem Markt anzubieten. Dafür zahlten sie gerne an die Erbauer und Beschützer aus ihren eigenen Reihen (die nicht so furchtbar gerne auf dem Acker schufteten) Abgaben. Aber Ja, dabei ist es leider nicht geblieben ....
Gruß, Beo2