Oberflächlich, weil...
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Das Eigentum hat den Staat erschaffen, der das Kapital in Konkurrenz zu
anderen Staaten erfand. Die Aufhebung des Eigentums im Staat zur Lösung
der wirtschaftlichen Probleme gleicht dem Versuch, das
Ursache-Wirkung-Prinzip umzukehren.
Ohnedies ist die vollständige Assimilation aller Möglichkeiten Ziel des
debitistischen Systems & und in der dem Dasein innewohnenden Komik zeigt
sich, dass der Kommunismus gar nicht erkämpft werden muss, dass sich alle
Staaten letztlich selbst aufheben müssen. Und dann, dann endlich ist
Frieden auf Erden - Krieg ist gar nicht nötig.Schaffen wir das?
Ganz sachliche Antwort - ich verzichte sogar auf "aggressive Fettungen" :3
Das ist die s.g. Leviathanstaat-Hypothese: "Der Staat ist die Wurzel allen Übels und muss weg". Nur diese als Parole zu bringen finde ich sehr oberflächlich, denn der Diskurs, in den sie eingebettet ist, ist schon sehr lange sehr viel weiter.
Du müsstest schon etwas dickere Bretter bohren und auch mitteilen, wie Du gedenkst, für innere und äußere Sicherheit zu sorgen, wenn das Staatsgebilde auflöst werden soll. Gerade in Zeiten der Völkerwanderungen kann innere und äußere Sicherheit nicht als instantan entstehend oder gottgegeben angesehen werden, wenn es um die Realität gehen soll.
Dann wäre da noch die Sache mit dem sich schnell schließenden Machtvakuum, wenn Du Staaten auflöst, solange es noch andere Staaten gibt. Lass doch das mal bitte auf Dich wirken:
https://www.youtube.com/watch?v=TMcpkxpkv6g (1m21s)
Es wäre sofort ein anderes "gewaltmomonopolitisches Staatsgebilde" da, das die Macht übernimmt. Im Zweifel bleiben wir das, was wir im Grunde genommen eh schon sind: Eine Kolonie (kritischer: ein Vasall) der USA.
Auch zeigt die Empirie, dass die Privatwirtschaft - wenn sie sich um Grundversorgung wie Wasser kümmert - teurere und qualitätiv minderwertigere Lösungen anbietet, als beispielsweise gemeinnützige Zweckgemeinschaften. Denn private Unternehmen wie Aktiengesellschaften haben im Gegensatz zu als Zweckgemeinschaften organisierten Wirtschaftssubjekten noch Gewinnmaximierungsinteressen zu berücksichtigen.
So viele Fragen und keine Antworten, wenn nur die Leviathanstaat-Hypothese als Debattenbeitrag gebracht wird...
Gruß, Bla