eyes wide shut?
Hallo, werter Revoluzzer,
diese Dinge sind relativ gut erforscht und liegen offen zu Tage (siehe dazu das Post Scriptum). Aber es bringt meines Erachtens gar nichts, in diesem alten Kram herumzuwühlen. Das langweilt nur.
Wir brauchen stattdessen Ideen und Pläne, wie und wohin die Verhältnisse zu ändern wären. Und wir müssen unter einer entsprechenden Konzeption dann eine neue Solidargemeinschaft organisieren.
MfG, Weiner
PS: Die CIA gab es damals noch gar nicht (Vorläufer war das OSS). Die entscheidenden Dinge liefen seinerzeit nicht über Organisationen sondern über starke und gut vernetzte Personen, wie etwa die Gebrüder Dulles. Eine wenig bekannte Person mit sehr folgen- und weitreichendem Einfluß war auch Mc Cloy. Wenn man mit ein wenig kreativem Verstand allein den Mainstream-Wikipedia-Artikel über ihn durchliest, weiß man schon eine ganze Menge (bitte auch auf die Namen Kiep, Adenauer/Zinsser achten). Und es wird in dieser Person auch sehr schön die Kontinuität der amerikanischen Politik vom ersten über den zweiten Weltkrieg hinweg sichtbar. Deutschland war ab 1914 im Fadenkreuz der US-Elite (die im Übrigen wesentlich deutschstämmig ist ...). Und deren Ziel war ganz klar, sich diesen wichtigen Brückenkopf in Europa zu sichern. Weil sie in der Reparationsfrage/Versailles unbefangener agierten als GB und F, konnten sie ihren politischen Einfluß bei uns sehr schnell ausweiten und GB wie F bald ausstechen. Der zweite Brückenkopf war/ist übrigens Italien, auch das scheint in dem Artikel über Mc Cloy deutlich durch. Mit den Franzosen konnte man nicht so gut; ein phantastisches Kunststück war jedoch Sarkozy (siehe LINK ganz unten). Was im Falle von Deutschland 40 Jahre brauchte, machen die USA heute jedoch in 4 Jahren (arabischer Frühling, Ukraine, Syrien). Insofern wurde die US-Außenpolitik wirklich bewundernswert professionalisiert und effizient gemacht in den letzten Jahrzehnten. Die CIA ist wesentlich dann verantwortlich für das Projekt "Europa". Ein insteressanter welthistorischer Vergleich sind die alten Römer im Verhältnis zu den alten Griechen. Die alten italienischen Städte waren eigentlich von griechischen Kolonisten gegründet worden (die ersten waren die Flüchtlinge aus Troja), jedoch holten sich diese Kolonisten nach einem halben Jahrtausend das inzwischen "degenerierte" Mutterland und degradierten es zur Kolonie/Provinz. Es war in Italien mehr Wille und Brutalität vorhanden. Jedoch ohne das technisch, geistige und künstlerische Know How des Hellenismus wäre aus Rom ebenfalls keine derartige ausstrahlende Weltmacht geworden.