Vom Herrgottswahn zerfressene Hirne ...
Hallo Zara!
Hallo nereus!
Mit Deiner Behauptung – Wissenschaft ist die Folge von Religion –
hattest Du folgende Intention.
Deiner Ansicht nach kam die Wissenschaft in die Welt, um sich von Gott und
Religionen zu befreien bzw. einen Gegensatz/Gegenpol zu bilden.
Das untermauerst Du auch ..
Genau so ist es. Erstens ist systematische Wissenschaft wie auch Wirtschaft, Gesellschaft und Kollektivismus eindeutig die Folge der Installation der Herrgötter. Zweitens stiehlt der Kirchenstaat dann die Werke und Erfindungen der Wissenschaft und saugt die 'Mehrwerte' daraus als Tribut ab. Drittens bilden Wissenschaft und echte Philosophie gleichzeitig aber einen Gegenpol zur religiösen Gewalt und heben diese am Ende wieder auf. Kurz: Der Gotteswahn trägt schon zu Beginn den Keim zu dessen Untergang in sich.
z.B. hier: Wissenschaft ist der Gegenpol zu religiösem Aberglauben.
Ohne das eine gibt es das andere nicht. Wissenschaft und seriöse
Philosophie sind sozusagen Notwehr gegen den religiösen Terror.oder hier: Wissenschaft ist kein Zweig der Götzendienerei, sondern
Folge und Gegenpol.
So ist es.
Ich hatte dagegen darauf verwiesen, daß kann man Glaube und Wissenschaft
schwer voneinander trennen kann, weil man bei der Suche nach Wissen
schlussendlich an Grenzen stößt, die nicht mehr rational erklärt werden
können und wo man auf einen Glauben ausweichen muß, unabhängig davon,
woran man letztlich glaubt.
Man muss nicht ausweichen. Man kann auch einfach zugeben, dass man keine Phantasiegeschichten der Herrschaften übernehmen und den unschuldigen Kindern zwangsverabreichen sollte, wo man keine Ahnung mehr hat.
Der Glaube an einen Schöpfergeist gehört dazu, der an Zufall offenbar
auch.
Und mit ein paar Verweisen konnte ich das auch belegen.@nemo deutete diese Zusammenhänge ebenfalls an, in dem er an @Rybezahl
schrieb:Nach diesem billigen Denkschema, müssten Wissenschaftler wie
Einstein, Schrödinger, Heisenberg, Max Planck usw. alle religiöse Spinner
sein. Denn sie alle erkannten eine höhere Intelligenz in ihrer
Forschung.
Eine höhere 'Intelligenz' als die menschliche schwant vermutlich jedem zurechnungsfähigen homo sapiens. Man müsste verrückt sein, in der menschlichen Intelligenz die höchste im ganzen Universum zu vermuten. Ein Einstein oder ein Voltaire waren jedoch nie so verrückt, an irgendwelche herzallerliebsten/strafenden Herrgötter zu glauben und an diesem organisierten Aberglaubensterror noch aktiv mitzuwirken. Im Gegenteil.
Einsteins Bekenntnis zur Religiosität ist dem allgemeinen religiösen Gebaren diametral entgegengesetzt und erschöpft sich sozusagen im Staunen über die dem menschlichen Verstand unzugänglichen Vorgänge und Gesetze des Universums. Keine dummdreisten Stories! Kannst es Dir gerne einmal auf der Zunge zergehen lassen. Sehr weit entfernt von Deinen Idealen:
Mein Glaubensbekenntnis
[I. Teil]
"Zu den Menschen zu gehören, die ihre besten Kräfte der Betrachtung und Erforschung objektiver, nicht zeitgebundener Dinge widmen dürfen und können, bedeutet eine besondere Gnade. Wie froh und dankbar bin ich, dass ich dieser Gnade teilhaftig geworden bin, die weitgehend vom persönlichen Schicksal und vom Verhalten der Nebenmenschen unabhängig macht. Aber diese Unabhängigkeit darf uns nicht blind machen gegen die Erkenntnis der Pflichten, die uns unaufhörlich an die frühere, gegenwärtige und zukünftige Menschheit binden.
Seltsam erscheint unsere Lage auf dieser Erde. Jeder von uns erscheint da unfreiwillig und ungebeten zu kurzem Aufenthalt, ohne zu wissen, warum und wozu. Im täglichen Leben fühlen wir nur, dass der Mensch um anderer willen da ist, solcher, die wir lieben, und zahlreicher anderer, ihm Schicksalsverbundener Wesen.
Oft bedrückt mich der Gedanke, in welchem Maße mein Leben auf der Arbeit meiner Mitmenschen aufgebaut ist, und ich weiß, wie viel ich Ihnen schulde.
Ich glaube nicht an die Freiheit des Willens. Schopenhauers Wort: 'Der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will', begleitet mich in allen Lebenslagen und versöhnt mich mit den Handlungen der Menschen, auch wenn sie mir recht schmerzlich sind. Diese Erkenntnis von der Unfreiheit des Willens schützt mich davor, mich selbst und die Mitmenschen als handelnde und urteilende Individuen allzu ernst zu nehmen und den guten Humor zu verlieren.
Nach Wohlleben und Luxus strebte ich nie und habe sogar ein gut Teil Verachtung dafür. Meine Leidenschaft für soziale Gerechtigkeit hat mich oft in Konflikt mit den Menschen gebracht, ebenso meine Abneigung gegen jede Bindung und Abhängigkeit, die mir nicht absolut notwendig erschien.
[II. Teil]
Ich achte stets das Individuum und hege eine unüberwindliche Abneigung gegen Gewalt und gegen Vereinsmeierei. Aus allen diesen Motiven bin ich leidenschaftlicher Pazifist und Antimilitarist, lehne jeden Nationalismus ab, auch wenn er sich nur als Patriotismus gebärdet.
Aus Stellung und Besitz entspringende Vorrechte sind mir immer ungerecht und verderblich erschienen, ebenso ein übertriebener Personenkultus. Ich bekenne mich zum Ideal der Demokratie, trotzdem mir die Nachteile demokratischer Staatsform wohlbekannt sind. Sozialer Ausgleich und wirtschaftlicher Schutz des Individuums erschienen mir stets als wichtige Ziele der staatlichen Gemeinschaft.
Ich bin zwar im täglichen Leben ein typischer Einspänner, aber das Bewusstsein, der unsichtbaren Gemeinschaft derjenigen anzugehören, die nach Wahrheit, Schönheit und Gerechtigkeit streben, hat das Gefühl der Vereinsamung nicht aufkommen lassen.
Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. Es ist mir genug, diese Geheimnisse staunend zu ahnen und zu versuchen, von der erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein mattes Abbild geistig zu erfassen."
Du versuchst demnach kampfhaft etwas zu beweisen, was sich nicht beweisen
läßt.
Du arbeitest mit Auslassungen und Verdrehungen, siehe hier:Die Philosophen mussten den Schöpfer-Herrgott lehren, ansonsten
Sanktion und Inquisition drohte (Sokrates' Schierlingsbecher)Wer’s denn glaubt.
Darum ging es u.a. in den Prozessen.Die Asebie-Anklage gegen Sokrates warf diesem konkret vor, er glaube
nicht an die vom Staat anerkannten Götter, führe neue göttliche Wesen
(daimonia) ein und verderbe die Jugend.Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Asebie
In diesem Sinne führte Sokrates fast den Monotheismus in Griechenland
ein, weil er die Vielgötterei verwarf. Für Sokrates repräsentierte sich
Gott im eigenen Gewissen, und daher redete er der permanenten
Selbsterkenntnis das Wort.
Wenn Du also behauptest, man zwang Sokrates die Eingottheit zu verkünden,
weißt Du nicht worüber Du redest.
Selbsterkenntnis ist wohl das diametrale Gegengefühl des Glaubens an obrigkeitlich verordnete Herrgötter. Ob es sich bei den zwangsverordneten Herrgöttern um einen oder mehrere handelt, ist sekundär. Herrgott/Herrgötter sind das ultivmative Herrschaftsinstrument. Das startet alles.
Der Hinterbänkler hat einen schönen Vortrag über diese Tragödie zu Papier gebracht. Kann ich Dir wärmstens empfehlen.
Weil er daran glaubte, wurde er u.a.
zum Tode verurteilt.
Meine Rede.
Wie chaotisch auch anderswo Deine Gedankengänge sind kann man u.a. hier
lesen.
Ja, schau mal in den Spiegel, dann erblickst Du fleischgewordenes Chaos.
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Patriarchale Religion ist das Herrschaftsinstrument schlechthin. Damit
kam der ganze Scheiss der kollektivistischen Tributwirtschaft erst ingang,
und mit ihr auch die wissenschaftlichen Institutionen, die einerseits den
Herrschaften mehr Tribut generieren durch Forschung und Innovation,
andererseits aber auch Gegenpol und Gegenspieler sind, weil sie im
Gegensatz zur Religion die Wirklichkeit erforschen.und Sobald Religion samt dem ganzen Gotteswahn endlich verschwindet,
verschwindet auch die Wissenschaft und die Philosopohie; und das Leben
kehrt zurück.Ich fasse zusammen:
Glaube ist Wahn und gehört verdammt.
Wissenschaft erkundet die Wirklichkeit, ist aber eine Folge von Religion.
Wenn die Religion verschwindet, verschwindet auch die Wissenschaft.
Sehr gut zusammengefasst!
Da man aber gemäß Deiner Definition nur über Wissenschaft überhaupt zu
Erkenntnis gelangen kann, die jedoch zusammen mit der Religion verschwinden
muß, kann Deine Zielvorgabe nur eine dumpf vor sich hin brütende
erkenntnislose Masse sein.
Der Mensch ist endgültig im Tierreich gelandet.
Dumpf? Weder die ehemals herrgottlosen homines sapientes, noch die Bonobo und alle anderen gottlosen Wirbeltiere brüten dumpf vor sich hin. Da kann ich dich wirklich beruhigen. Den Scheixx braucht kein Mensch und kein Tier. Und ein Einstein, dessen Geist bei weitem weniger dumpf beschaffen war als derjenige der Allermeisten, schon gar nicht, wie Du nun lernen durftest.
Dieses Ergebnis spricht für sich UND für DICH.
Ja, das glaub' ich auch.
mfG
nereus
Beste Grüsse, Zara
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