wenn der Wahn das Hirn zerfrißt

nereus, Freitag, 06.11.2015, 08:11 (vor 3737 Tagen) @ Zarathustra4032 Views

Hallo Zara!

Mit Deiner Behauptung – Wissenschaft ist die Folge von Religion – hattest Du folgende Intention.
Deiner Ansicht nach kam die Wissenschaft in die Welt, um sich von Gott und Religionen zu befreien bzw. einen Gegensatz/Gegenpol zu bilden.
Das untermauerst Du auch ..

z.B. hier: Wissenschaft ist der Gegenpol zu religiösem Aberglauben. Ohne das eine gibt es das andere nicht. Wissenschaft und seriöse Philosophie sind sozusagen Notwehr gegen den religiösen Terror.

oder hier: Wissenschaft ist kein Zweig der Götzendienerei, sondern Folge und Gegenpol.

Ich hatte dagegen darauf verwiesen, daß kann man Glaube und Wissenschaft schwer voneinander trennen kann, weil man bei der Suche nach Wissen schlussendlich an Grenzen stößt, die nicht mehr rational erklärt werden können und wo man auf einen Glauben ausweichen muß, unabhängig davon, woran man letztlich glaubt.
Der Glaube an einen Schöpfergeist gehört dazu, der an Zufall offenbar auch.
Und mit ein paar Verweisen konnte ich das auch belegen.

@nemo deutete diese Zusammenhänge ebenfalls an, in dem er an @Rybezahl schrieb:

Nach diesem billigen Denkschema, müssten Wissenschaftler wie Einstein, Schrödinger, Heisenberg, Max Planck usw. alle religiöse Spinner sein. Denn sie alle erkannten eine höhere Intelligenz in ihrer Forschung.

Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/board_entry.php?id=380408

Du versuchst demnach kampfhaft etwas zu beweisen, was sich nicht beweisen läßt.
Du arbeitest mit Auslassungen und Verdrehungen, siehe hier:

Die Philosophen mussten den Schöpfer-Herrgott lehren, ansonsten Sanktion und Inquisition drohte (Sokrates' Schierlingsbecher)

Wer’s denn glaubt. [[freude]]
Darum ging es u.a. in den Prozessen.

Die Asebie-Anklage gegen Sokrates warf diesem konkret vor, er glaube nicht an die vom Staat anerkannten Götter, führe neue göttliche Wesen (daimonia) ein und verderbe die Jugend.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Asebie

In diesem Sinne führte Sokrates fast den Monotheismus in Griechenland ein, weil er die Vielgötterei verwarf. Für Sokrates repräsentierte sich Gott im eigenen Gewissen, und daher redete er der permanenten Selbsterkenntnis das Wort.
Wenn Du also behauptest, man zwang Sokrates die Eingottheit zu verkünden, weißt Du nicht worüber Du redest. Weil er daran glaubte, wurde er u.a. zum Tode verurteilt.
Wie chaotisch auch anderswo Deine Gedankengänge sind kann man u.a. hier lesen.

Patriarchale Religion ist das Herrschaftsinstrument schlechthin. Damit kam der ganze Scheiss der kollektivistischen Tributwirtschaft erst ingang, und mit ihr auch die wissenschaftlichen Institutionen, die einerseits den Herrschaften mehr Tribut generieren durch Forschung und Innovation, andererseits aber auch Gegenpol und Gegenspieler sind, weil sie im Gegensatz zur Religion die Wirklichkeit erforschen.

und Sobald Religion samt dem ganzen Gotteswahn endlich verschwindet, verschwindet auch die Wissenschaft und die Philosopohie; und das Leben kehrt zurück.

Ich fasse zusammen:
Glaube ist Wahn und gehört verdammt.
Wissenschaft erkundet die Wirklichkeit, ist aber eine Folge von Religion.
Wenn die Religion verschwindet, verschwindet auch die Wissenschaft.

Da man aber gemäß Deiner Definition nur über Wissenschaft überhaupt zu Erkenntnis gelangen kann, die jedoch zusammen mit der Religion verschwinden muß, kann Deine Zielvorgabe nur eine dumpf vor sich hin brütende erkenntnislose Masse sein.
Der Mensch ist endgültig im Tierreich gelandet.

Dieses Ergebnis spricht für sich UND für DICH.

mfG
nereus


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