Der Unterschied (ed.)
Der Unterschied ist, dass die Wissenschaft "wissen", aufdecken und
darstellen kann. Sie muss sich rationaler Kritik, Gegenargumenten und
-beweisen stellen. Die Religion aber ist absolut, verdeckt und
verschleiert. Man kann sie nur als Institution kritisieren, aber nicht
widerlegen. Deswegen klammert ja der Staat, trotz Wissenschaft, so an ihr.
Religion setzt ein Dogma voraus, von dem ausgehend eine (in sich schlüssige) Theorie entwickelt werden kann. Dies sei der Theologie zugestanden!
Wissenschaft setzt kein Dogma, sondern die Erfahrung, und zwar möglichst entkleidet von aller Subjektivität, voraus. Und daraus kann sich dann eine (in sich schlüssige) Theorie entwickeln.
(Den Theologen sei aber auch die Gotteserfahrung zugestanden, und weil jemand sie nicht hat, soll sie doch nicht gleich ein Hirngespinst oder Fantasie sein. Vgl. z.B. William James.)
Das in Frage stellen - das ist der Unterschied!
Meine philosophische Jugend begann mit Sokrates - darum ja auch nur gemäßigte Erschütterungen zu spüren sind. Grauenhaft alles, was? ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
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