Religion und Esoterik
Philosophie ist nichts für Religiöse und Esoteriker.
War es noch nie und wird es nie sein.
Eben doch. Ich schrieb das hier auch schon mehrfach, dass der Ursprung
der Philosophie und damit auch alle ihre späteren Vertreter wie Heraklit,
Sokrates, Platon, Pythagoras usw. religiös und esoterisch waren. Sie waren
Universal-Gelehrte und hätten am Verstand jedes Menschen gezweifelt,
der ihnen dieses Recht absprechen wollte.
Wobei Religion und Esoterik damals eine andere Bedeutung hatten,
als heute.
Erst als man Gott oder das Schöpfungsprinzip aus dem abendländischen
Denken verbannt hatte, wurde Philosophie zu einer Art Wissenschaft.
Freilich hat diese Art von Wissenschaft keinerlei Antworten. Aber das
stört die Anhänger dieser Disziplin nicht weiter. Jetzt, wo Gott tot ist,
können sie nach Herzenslust die abenteuerlichsten Theorien aufstellen
und sich gegenseitig bis zur Bewusstlosigkeit die Köpfe einschlagen.
Und das wird ihnen auch niemals langweilig.
Schließlich
werden sie dafür auch gut bezahlt.
Aber da sie ja ernsthafte Wissenschaftler sind, werden nun wieder
Dogmen aufgestellt, die an die Inquisition der Kirche erinnern:
Du darfst alles erforschen, aber niemals ein intelligentes Prinzip
entdecken, das über unser Verständnis hinaus geht. Und damit das
klar ist, sobald du das doch tust, werden wir dich teeren und federn
und dich mit Hohn und Spott überziehen.
Ja, so sind sie, unsere seriösen Wissenschaftler...
Gruß
nemo