Wissenschaft - und dann?
Guten Tag,
Bla bla..was ist denn die "ursprüngliche Religion"? Und was sind denn die
ganz anderen Fragen? Bitte Butter bei die Fische. Weil genau hier geht die
Fährte lang.
Wieso bin ich auf der Welt? Hat mein Leben einen Sinn? Was ist der Mensch? Was bin ich? Was ist Gut, was ist Böse, was ist natürlich, wo komme ich her, wo gehe ich hin, Moral, was kann ich wissen, was darf ich hoffen usw. bla bla bla
Dein perspektivisch vorbelastetes Plädoyer für die Wissenschaft von 15:16 zeigt mir, dass Dir diese ganzen anderen Fragen eher weniger geläufig sind und so sehe mich dazu determiniert, Joseph Weizenbaum (Wissenschaftler und Computerpioniers der ersten Stunde) zum Besten zu geben:
„Ich werde im Folgenden die Position vertreten, dass es kein Fehler ist, den Menschen als Verarbeiter von Informationen (oder auch als irgend etwas anderes) anzusehen oder ihn unter dieser Perspektive zu verstehen zu versuchen, allerdings unter der Voraussetzung, dass wir niemals so tun, als könne irgendeine einzelne Perspektive den ganzen Menschen erfassen.“
Das grundsätzliche In-Frage-Stellen. Dies hat uns die Quantenmechanik,
Relativitätstheorie, Theorie der Autopoiesie von organischen und sozialen
Systemen und andere Meisterleistungen beschert. Und nicht zu vergessen: Die
Zerstörung der göttlichen Allmacht und damit eines der Fundamente unseres
Herrschaftssytems.
Im Moment kommt es mir sogar so vor, als ob wir im "In-Frage-Stellen" und im Zerstören regelrecht unser Lebenselixier gefunden haben. Hat die Wissenschaft darüber hinaus noch mehr auf dem Kasten? Oder glaubst du etwa, dass die Menschheit allein wegen den von Dir aufgezählten geilen Meisterleistungen auch nur einen Millimeter vom Abgrund zurücktritt.
Mit freundlichen Grüßen
Schneider