Okay, dann fange ich so an...

Bernadette_Lauert, Montag, 28.12.2015, 12:57 (vor 3692 Tagen) @ Fabio4426 Views

Dann fange ich mit jenen drei Punkten an:
1. Es gibt keinen Prozess zur Abschaffung aller Staaten (und aus Gründen, die mit sich füllenden Machtvakuum zu tun haben wäre das nötig)
2. Noch ist es sinnvoll, alle Bereiche zu privatisieren, wie die Empirie zeigt.
3. Noch gibt es glaubwürdige, nicht-staatliche Garanten, dass ein Gesellschaftssystem ohne gemeinschaftliche, staatliche Ordnung nicht in eine falsche Richtung kippt. Gegen so etwas hilft beispielsweise nur ein staatskonstituierendes Grundgesetz oder eine Verfassung.

Wo die herkommen, gibt es noch viel mehr. Am besten lässt sich das aber anhand von Libertäten ausführen, die sich die Welt zurechtspinnen, wie sie es gerade brauchen.
Wenn beispielsweise ein historisches Beispiel gesucht wird, um die Verwirklichung der staatenlosen Gesellschaft zu besprechen, dann bei den Hansestädten gelandet wird, die aber alle Kennzeichen von (Stadt-)Staaten erfüllen.
Oder wenn Janich als Libertärer einmal konsequent nach Denkschule offene Grenzen (bzw. die Abschaffung von Staatsgrenzen) propagiert, dann aber bei einem anderen Gesprächspartner konträrer Ansicht ist, weil "noch leben wir ja nicht in einer libertären Gesellschaft" und so ein Unsinn.
Diese [libertäre Gesellschaft] funktioniert auch in seiner und Monyneux' Denkgebäude übrigens nur, wenn alle Staaten gleichzeitig verschwinden.
Die Bayern haben einen Ausdruck für so etwas: "von den nackerten Weisswürsten träumen". Ich übersetze mal: gedanklich völlig fernab der Realität etwas zusammenspinnen.

Gruß, Bla


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