Da sind wir ja beim Punkt
> Zuerst braucht man Eigentumstitel (bzw. zuvor noch einen Staat der die
Macht inne hat, statt eines "failed state") - danach wären die
Mikrokredite ein Segen gewesen.Das Problem ist doch, dass der Staat seine "Macht" gerade gegen die
Habenichtse heute nicht mehr durchsetzen kann. Es sind einfach zu viele
geworden, und eine "Endlösung" der Armutsfrage ist in modernen Demokratien
derzeit nicht mehrheitsfähig.Erschwerend kommt dann dazu, dass die Erde - bis auf die Antarktis -
längst komplett aufgeteilt wurde. Es gibt kein Niemandsland mehr.
Die Besitzer leben auf Boden, der ihnen nicht gehört - oft illegal, wobei
es die Eigentümer eben häufig nicht mehr schaffen, sie zu vertreiben,
ohne dabei "Menschenrechte" zu verletzen.Was würde nun solchen Besetzern ein Eigentumstitel nützen? Der wäre
doch als Kredit-Sicherheit im Prinzip völlig wertlos. Denn falls der
Kredit ausfiele, ginge das Land zwar formal an die Bank über, aber sie
könnte es nicht verwerten, denn dazu müsste sie ja den Schuldner von der
Parzelle vertreiben. Das hatte aber schon damals nicht geklappt, als er das
Land besetzte.
Wäre der Westen tatsächlich an der Lösung der Armutsfrage in Afrika interessiert, müsste er dort ein stabiles Gewaltmonopol schaffen, Eigentum frei geben (falls er es besitzt), das Eigentum dort an die Habenichtse verteilen und das Gewaltmonopol Steuern einheben lassen und los geht´s mit einem Aufstieg Afrikas innerhalb von Jahrzehnten. Wie gesagt: Das ist nicht gewünscht. Im Gegenteil: Die Entwicklungshilfe dorthin soll Afrika in ewiger Abhängigkeit vom Westen halten und die linken Deppen bei uns zufrieden stellen ("Wir spenden ja Abermilliarden").
Beste Grüße
Phoenix5