Rechte kann man abtreten, Pflichten nicht....
Liebe Silke,
genau aus dem Grund schürfte Heinsohn nicht so tief, wie es P.C. Martin tat:
Würde ich das hier tun, wäre ich schnell arbeitslos.
Heinsohn meint nach meinem Verständnis die Guthaben und Vermögen, die
Leute in bestimmten Perioden mit Hilfe von Staat oder anderen zwingenden
Instituten (Hanse, Interessenvereinigungen oder zusammenrottungen, Kirche,
Kommis usw.) zusammenraffen und Privatisieren auf Kosten der ganzen zurück
bleibenden Schuldner, die ohne Eigentum aus den Perioden hervorgehen
(Zusammenbruch UdSSR).
An der Stelle möchte ich gerne Einspruch erheben, ohne den Erkenntnisgehalt deiner Zeilen zu schmälern. In Zeiten des Aufbaues (z.B. nach der Pest, 1347-1353) waren es individuelles Können und Fleiß, welche die Basis für Vermögen stellten. Zur Zeit der Industrialisierung muss es ähnlich gewesen sein... Sobald Beute erarbeitet wurde (auch der Sozial-Staat), nimmt das parasitäre Umverteilen zulasten anderer zu, bis der Wirt aufgibt.
Das Regulativ könnte der Wettbewerb sein, welcher aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit (Gemeinwohl) politisch gelenkt wird. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Ein Vermögen mache ich immer auf Kosten Anderer (Menschen, Pflanzen,
Tiere, zukünftige Generationen).
Eine Schuld gegenüber unserem Wirt, der Natur, bleibt natürlich.
Ich kann mich nur auf einen Kompromiss mit meiner Welt einigen.
Richte ich mich Mikro noch so befriedigend ein, richte ich Makro trotzdem
Schaden an - nur durch meine Existenz.
Ist dir der Kunstgriff aus Schaden durch Existenz -> eine Schuld -> eine Verantwortung ab zu leiten, zu weit hergeholt?
Wie können wir der Verantwortung daraus gerecht werden?
Ich schleiche mich durch die Hintertür der persönlichen Gespräche in
geschützter vertrauensvoller Umgebung.
Geduldiges Fragen und Antworten.
Genau das meine ich, durch richtige Fragen (u. Vorleben) Verantwortungsgefühl wecken und positive Entscheidungen auslösen.
Mahnwache:
Ihr zwingt aber die Leute dazu, sich öffentlich für euren
Standpunkt zu entscheiden, sich zu outen.
Das schaffen die meisten Bürger nicht aus dem Stand heraus.
Bitte nicht schon wieder ZWANG! [[smile]] Ich bewerbe die Mahnwache als Angebot, sich zu (ver)sammeln. Wie schön wäre die Überraschung nicht allein zu sein; das vergessene Bewusstsein für politische Potenz (vgl. 1989) wecken.
Die Mahnung richtet sich natürlich an alle. Aus vielen Erkenntnissen stammt mein Gefühl der Verantwortung, dass der leise Gedanke durch die Hintertür nicht mehr genügt.
Unsere von früheren Machthabern zugestandenen Eigentumsrechte sind nicht mehr nur parasitären Begehrlichkeiten ausgesetzt, sondern vom Untergang bedroht. Ich empfinde diese Gefahr so groß, dass ich mögliche persönliche Nachteile vernachlässige.
Was mir bei allem am meisten zu schaffen macht, ist die offensichtliche Unfähigkeit der aktuellen Machthaber; wer führt uns hier zum Richtplatz? Geht´s noch? Nein, ich halt es nicht aus. "Mir reicht´s" und noch leben wir die Illusion eines Rechtsstaates....
Ein Recht mag abgetreten werden, eine Pflicht nicht. Darum ist Freiheit weniger ein Recht als eine Verpflichtung.
(Lord Acton)
Herzliche Grüße
Fidel