Wir reden aneinander vorbei
> Heinsohn hat schon recht, dass der einzige Grund für dieses Elend das
Fehlen eines stabilen Staates ist, der Eigentum breit streut ...Wie soll das gehen?
In der Praxis ist doch gerade das Gegenteil der Fall: das Eigentum
konzentriert sich weltweit im immer weniger Händen - auch in "stabilen"
Staaten.
Natürlich. Eben deshalb scheitert ja der Kapitalismus in bestimmten Intervallen. Es geht mir im Kern der Sache bloß darum, dass vom Westen von der 1. Welt gesprochen wird und von Afrika von der 3. Welt. Warum ist da so? Der Grund liegt eben darin, dass Afrika keine eigentumsbasierten Strukturen aufweist. Dass diese ihrerseits wiederum in eine Art Neo-Feudalismus münden, steht auf einem ganz anderen Blatt.
> Und die Ursache ist schlicht und einfach das Fehlen eines stabilen
Gewaltmonopols, das Eigentum verteilt und schließlich garantiert bzw.
darin von Rechtswegen vollstrecken kann.Zwangsversteigerungen sind ein beliebter Weg, mit denen die ohnehin schon
Reichen ihre Flächen billig (und legal) weiter ausbauen.
Es gibt ja so viele Möglichkeiten, Kleinbauern in den Ruin zu treiben.
Manchmal reicht es schon, ihnen wiederholt das Vieh von der Weide zu
stehlen, oder dass das Agrarflugzeug beim Wenden über den
Nachbargrundstücken "vergisst", den Herbizid-Sprühnebel abzustellen...
Absolute Zustimmung. Dennoch ist das in diesem Fall eine Themenverfehlung.
Beste Grüße
Phoenix5