Der Nährboden für breit aufgestellten marktwirtschaftlichen Wohlstand

Bernadette_Lauert, Sonntag, 27.12.2015, 17:03 (vor 3694 Tagen) @ Fabio4623 Views
bearbeitet von Bernadette_Lauert, Sonntag, 27.12.2015, 17:07

Ich verstehe das nicht. Es ist doch nur eine Abwandlung von "der Stärkere
hat das Sagen". Der "Staat" ist aber eine Sonderform des "Stärkeren". Ob
der jeweilige Staat wirklich der Stärkste im ganzen Land ist, hängt vom
Einzelfall ab. Vielleicht konnte Pablo Escobar in Kolumbien ja
Eigentumstitel wirkungsvoller durchsetzen? War das dann kein "Eigentum"
oder war er "der Staat"?

Immer dann, wenn kein staatliches Gewaltmonopol Eigentum schützt, sondern das über Privatarmeen geregelt wird, mag das kurzfristig funktionieren. Aber es kann kein breit aufgestellter marktwirtschaftlicher Wohlstand (aka: "Kapitalismus") gedeihen, wenn - wie im failed State Somalia - nächste Woche vielleicht irgendeine andere Privatjunta die größere Militärmacht darstellt und Eigentumsrechte nicht anerkennt. Zumal es immer andere Staaten mit Interessen gibt, die von außen mitmischen.
Mit Pablo Escobar kenne ich mich nicht so gut aus, ehrlich gesagt.
Mir geht´s bei der Betrachtung um´s große Ganze. Und dann spreche ich von Staaten mit einigermaßen Bestand, die aus den von Phoenix5 genannten Gründen einen funktiunierenden Kapitalismus auf Basis von Eigentumsrechten erst ermöglichen: https://www.youtube.com/watch?v=sF6g9-3_KkY (3m).
Freilich ist beim Begriff "Kapitalismus" eine Bandbreite drin, wie unser deutscher Kompromiss, der sich "soziale Marktwirtschaft" nennt (oder nannte).

Gruß, Bla


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